Mittwoch, 7. März 2012

Lüttich II

96-Fans müssen draußen bleiben

Burgdorf//Hannover/Lüttich (tj). Auch beim zweiten Spiel in Lüttich dürfen die 96-Fans nicht in die Stadt. Das hat jetzt der Burgdorfer SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange mitgeteilt. Der Bürgermeister halte an den Restriktionen fest. Auch die Europäische Kommission hatte Lange eingeschaltet.

Die Anfrage im Wortlaut:

Betrifft: Beschränkung der Freizügigkeit

Bei dem Fußballspiel zwischen Standard Lüttich und Hannover 96 am 30. November 2011 ist es zu erheblichen Restriktionen der Freizügigkeit in der EU gekommen. Dies äußerte sich u. a. durch die Verbote, die Anreise mit dem Zug durchzuführen und früher als zwei Stunden vor Spielbeginn in Lüttich anzukommen, wobei die Reisebusse deutscher Fans ab der belgischen Grenze von einer Polizeieskorte begleitet wurden. Eine weitere deutliche Beschränkung der Freizügigkeit bestand darin, dass den Fans von Hannover 96 der Zutritt zur Innenstadt untersagt wurde. Der Busveranstalter wurde zudem angehalten, einen sofortigen Aufbruch nach Spielende sicherzustellen.

Dies vorausgeschickt frage ich die Kommission:

1.

Wie bewertet die Kommission die gegenüber deutschen Fußballfans entwickelten Beschränkungen der Freizügigkeit im Lichte der europäischen Verträge?

2.

Liegt nach Ansicht die Kommission durch die unterschiedliche Behandlung von belgischen und deutschen Fußballfans eine Ausländerdiskriminierung vor, und wie wird sie die belgischen Behörden ermahnen, eine Ungleichbehandlung in Zukunft zu unterlassen?

3.

Welche Maßnahmen wird die Kommission ergreifen, um zukünftig eine Ausländerdiskriminierung im Kontext europäischer Fußballveranstaltungen generell zu verhindern?

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