Sonntag, 11. März 2012

OB-Wahl in Hannover

Wird wieder zwischen SPD und CDU ausgemacht?

Die OB-Wahl im nächsten Jahr wird wieder zwischen SPD und CDU ausgemacht? Die SPD tut so, als sei ihr Kandidat bereits sicherer Weil-Nachfolger? Die Stadt erhofft sich von einer Bettensteuer Mehreinnahmen, die mit den Touristenzahlen steigen? Weil Hannover-Besucher Bürgersteige und Straßen abnutzen und beim Schaufensterbummel nicht oft genug einkaufen? Frage: Warum müssen eigentlich Hoteliers diese Steuer zahlen, warum nicht gleich die Touristen? Man könnte doch an den Stadttoren, am Hauptbahnhof und am Flughafen Kassen aufstellen...


Ich habe soeben dieses Fax an das Wahlamt von Hannover geschickt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte Sie um Zusendung aller Unterlagen, die ich für eine Kandidatur bei der OB-Wahl im nächsten Jahr benötige.

Zu meiner Person:

Wie Heinz Erhardt bin ich an einem 20. Februar geboren, auch an meiner Wiege stand eine Fee mit faltenreichem Gewand und ebensolchem Gesicht. Sie sagte zu mir ebenfalls: "Du musst dichter werden."

Das wurde ich erst später. Erst einmal machte ich Abitur in Wilhelmshaven und eine Lehre als Industriekaufmann bei den Olympia-Werken in Roffhausen bei Wilhelmshaven.

Als Gymnasiast trat ich in die Wilhelmshavener SPD ein, gehörte zu einer Initiative, die sich für den Bau eines Freizeitheimes in Fedderwardergroden einsetzte und setzte mich für einen Kinderladen im Wiesenhof ein. Widerstand gegen diese Vorhaben gab es von vielen Seiten. Bei einer Diskussionsveranstaltung im Sportheim des STV Voslapp hielt Egon Kuhn, Freizeitheimleiter in Hannover-Linden, einen Vortrag über die Jugendzentrenbewegung. Nach der Veranstaltung fragte er uns, wer denn dieser Mann mit den dummen Fragen gewesen sei. Wir mussten gestehen. Das war der Stadtjugendpfleger. Nach fünf Jahren trat ich aus der SPD wieder aus. Die war einfach nicht mehr mein Fall.

Nach dem Studium in Mainz (Volkswirtschaftslehre und Publizistik) lockte mich eine Frau nach Hannover. Später sollte ich mit Altkanzler Gerhard Schröder etwas Gemeinsames haben: vier Ehen...

Als Redakteur und Chefredakteur in Hannover, in Burgdorf bei Hannover und in Hamburg verdiente ich meinen Lebensunterhalt, traf Politiker wie Ursula von der Leyen, Gerhard Schröder und Heiner Geißler. Auch niedersächsische Landtagsabgeordnete und Europaabgeordnete habe ich bis heute nicht aus den Augen verloren.

Auch in Hannover gehörte ich zu einer Initiative. Die setzte sich für ein Kulturzentrum in Hannover-Bothfeld ein. Setzten wir durch. Das Freizeitheim Vahrenwald brachten wir mit einer Erzählstube wieder in Schwung. Nach dem Fall der Mauer war ich Pendler zwischen Hannover und Leipzig, nach mehrere Projekten schrieb ich die Broschüre "Ein anderer deutscher Herbst".

Jahrelang beriet ich Aussteigerinnen und Aussteiger aus Sekten, gehörte zu den Gründungsvorstandsmitgliedern eines bundesweiten Vereins, der Aufklärungsarbeit leistete. In Burgdorf bei Hannover gesellte ich mich zu Organisatoren von Kinderfesten. Der Reinerlös wurde gespendet. Mit einem CDU- und einem FDP-Mitglied betreute ich eine Prominentenelf, die für gute Zwecke hinter dem runden Leder herjagte.

Bei Hundespaziergängen kommen mir Ideen für ironische Erzahlungen und für Aktionen. So erfand ich 2009 einen Preis für Jugendämter, die sich um das Kindesunwohl besonders verdient machen, denn das Kinder- und Jugendhilfesystem in Deutschland ist schlicht katastrophal.

Tjadens Kandidaten-Seiten

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