Mittwoch, 30. Mai 2012

Bildungskatastrophe

Wird von McAllister und Althusmann als Erfolg verkauft

Was für eine Bildungskatastrophe! Die der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister und der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann nun auch noch als Erfolg verkaufen wollen. Die Schülerzahl pro Klasse soll im nächsten Schuljahr an Gymnasien ab der 10. Klasse 26 betragen. Mit denselben Massenveranstaltungen sollen auch Grundschulen in Niedersachsen ihren Bildungsauftrag erfüllen.

Mehr Lehrer brauche das Land deswegen nicht, sagen ein Ministerpräsident, der nächstes Jahr wiedergewählt werden möchte, und ein Kultusminister, der zu den Farblosesten seiner Zunft gehört und am Bildungssystem herumgedoktort hat als könne dieser Patient gar nicht mehr sterben, weil er - bereits tot ist.

Die vom Land vorgegebenen Zahlen führen zu Schulschließungen in Städten und Kommunen, spiegeln sich wider in Umfragen, bei denen weit mehr als die Hälfte der Lehrerinnen und Lehrer gesteht, dass sie keine Lust mehr hat, Kinder werden zu Schulen gekarrt, die von ihren Elternhäusern so weit entfernt sind als müsse schon ein 7-Jähriger auf Fernreisen vorbereitet werden, die er sich als Erwachsener kaum wird leisten können, weil ihm schon vor der Lehre bestätigt werden muss, dass er keine der Grundvoraussetzungen für eine qualifizierte Ausbildung besitzt.

18 Schülerinnen und Schüler ist dermaleinst das Ziel gewesen - und fast alle Experten waren sich einig, dass nur dann ein sinnvoller Unterricht möglich ist. Jedes Jahr zu Weihnachten leierten Politiker das Lied "Bildung ist eine Investition in die Zukunft" herunter, bis 40 Prozent der Wählerinnen und Wähler nicht mehr zu Wahl gingen.

Die Parteien, die dieses Liedlein ohne Zähne im Mund weiter trällern, sollten endlich konsequent sein und sagen: Wir verzichten auf Bildungspolitik...Dann bekommt jede und jeder von ihnen 500 Euro Betreuungsgeld pro Monat, das sie aber nur in einem fernen Land ausgeben dürfen.

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