Donnerstag, 25. Oktober 2012

Emsig in Burgdorf

Mail des Burgdorfer CDU-Ratsherrn Paul Rohde vom
6. November 2003
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Prolog

Seit heute bin ich im Besitz einer Akte, die von der Staatsanwaltschaft Hannover angelegt worden ist. Dabei geht es um eine Wohnungsdurchsuchung, die am 3. November 2003 in Burgdorf stattgefunden hat. Der von der Kripo Garbsen morgens um 7 Uhr aus dem Schlaf Geschreckte war ich, vorgeworfen wurde mir die Verbreitung einer kinderpornografischen Datei, beschlagnahmt wurden meine beiden Computer, CD´s und ein kleines Notizbuch.

Den Kriminalbeamten war die Durchsuchung immer peinlicher geworden. Als ich darauf bestand, dass auch mein Keller in Augenschein genommen wird, folgte die Kripo meiner Anregung nur noch widerwillig und keineswegs gründlich. Ich war damals Vorsitzender des Vereins "Hilfe für Kinder in Burgdorf". Beim Vereinsvorsitz wäre es auch geblieben, wenn in der Straße gegenüber nicht ein Magazinmacher gewohnt hätte, der am 6. November 2003 "einigen Interessierten" per mail die Wohnungsdurchsuchung bekannt machte. Für diesen Magazinmacher stand damals fest, dass ich ein kinderpornografisches Bild verbreitet hatte. Was vom Landgericht Hildesheim fast drei Jahre später bestritten wurde. Das Verfahren wurde deshalb eingestellt, der Vertreter der Staatsanwaltschaft Hannover vom Vorsitzenden Richter zusammengefaltet.

Burgdorf ist Beilagenstadt der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung/Neue Presse". Die Beilage heißt "Anzeiger für Burgdorf und Lehrte". Für die arbeiten Martin Lauber und Joachim Dege - am 7. November 2003 ist einer der beiden auf einer halben Seite samt Foto von einem unserer Kinderfeste besonders fleißig. Martin Lauber nannte zwar in seinem Riesen-Bericht über die Wohnungsdurchsuchung meinen Namen nicht, tat aber alles dafür, dass mich auch jeder erkennen konnte. Ich fragte damals die Kripo von Garbsen, ob dieser Mist auf ihrem Boden gewachsen war. Die bestritt das: "Dafür ist Ihr Fall viel zu lächerlich. Wenn es überhaupt ein Fall ist..."

Die Akte der Staatsanwaltschaft Hannover

Meine Anfrage hat damals offenbar Staub aufgewirbelt. Die Presseabteilung der Polizeiinspektion Hannover-Land verfasste sogar eine schriftliche Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft Hannover. Das war am 19. November 2003. Kriminalkommissar Ingo Ulbrich teilte mit: "Eine schriftlich verfasste Pressemitteilung wurde in Sachen Ermittlungen gegen Herrn Tjarden von der hiesigen Pressestelle nicht verfasst. Es fand ausschließlich eine fernmündliche Nachfrage des Journalisten Martin Lauber statt."

Bei diesem Telefongespräch sei er von Lauber "direkt auf eine Wohnungsdurchsuchung in Burgdorf" angesprochen worden. Weiter schrieb Kriminalkommissar Ingo Ulbrich: "Herr Lauber nannte in diesem Zusammenhang den Namen Tjarden, der im Verdacht der Verbreitung von kinderpornografischen Darstellungen stehen sollte. Herr Lauber klärte mich über die Person Tjarden auf. Herr Tjarden sei in Burgdorf sehr bekannt, arbeite als freier Journalist und Publizist und organisiere Veranstaltungen für Kinder."

Den Verdacht der "Verbreitung von kinderpornografischen Darstellungen" hatte Martin Lauber damals schon exklusiv. Davon war nie die Rede, sondern immer nur von einer. Martin Lauber behauptete Ingo Ulbrich zufolge aber noch mehr: "Herr Lauber habe Hinweise auf die Homepage von Herrn Tjarden (members.aol.com) erhalten, wonach dort Bilder als Link zu pornografischen Darstellungen mit Kindern vorhanden seien. Dies könne ein weiterer Mitarbeiter des Anzeigers für Burgdorf und Lehrte, Herr Dege, bestätigen." Demnach wurde der völlig ahnungslose Pressesprecher von gleich zwei "Anzeiger"-Redakteuren belogen.

Mit dieser freien Erfindung hat Martin Lauber den Pressesprecher der Polizeiinspektion Hannover-Land damals offenbar so sehr aufgeschreckt, dass sich dieser sofort mit dem Kripobeamten in Verbindung setzte, der am 3. November 2003 mit einer Kollegin im Beisein zweier städtischer Zeugen meine Wohnung durchsucht hatte. Bei dieser Durchsuchung ist diesen beiden Kripobeamten laut Durchsuchungsprotokoll nicht einmal aufgefallen, dass meine Wohnung aus mehr als einem Wohn- und einem Schlafzimmer bestand. Womit wir wieder bei der Feststellung wären, dass die Aktion der Kripo Garbsen von Minute zu Minute immer peinlicher geworden war.

Schlussfolgerung

Erstaunlich ist, wie emsig mich Martin Lauber dieser schriftlichen Stellungnahme zufolge am 6. November 2003 schlecht gemacht hat. Auch in seinem Bericht faselte er von mehreren Dateien. Als ich ihn fragte, was denn auf diesen Dateien zu sehen sei, antwortete er: "Die konnte ich nicht öffnen." Wo er sie gefunden haben wollte, blieb unerfindlich.

Der Akte der Staatsanwaltschaft von Hannover habe ich auch entnommen, dass mich damals weitere Burgdorfer schlecht gemacht haben. Dazu gehörte ein Geschäftsmann...

Weitere Informationen

Ich habe dazu auch ein Flugblatt entwickelt




Kommentare:

Anonym hat gesagt…

wie peinlich ist das denn? was wollte lauber von diesem pressesprecher?

Anonym hat gesagt…

lauber hat also den kripo-beamten überrumpelt. um den kinderverein zu zerstören? ekelhaft.

Anonym hat gesagt…

lauber und dege wollten dem cdu-ratsherrn rohde nach seiner mail schaden und haben dafür tjaden geopfert?

Anonym hat gesagt…

warum sind lauber und dege eigentlich nicht vor dem landgericht in hildesheim dabei gewesen, als der vorsitzende richter die staatsanwaltschaft scharf kritisierte und rohde als schmierfink bezeichnete?

Anonym hat gesagt…

da wollten sich wohl zwei redakteure profilieren. der dumme war tjaden...

Anonym hat gesagt…

viele burgdorfer schämen sich immer noch für diese miese geschichte, mit der man einem mann schaden wollte, der mit anderen viel für die stadt getan hat

Anonym hat gesagt…

lauber hat also die kripo nur angerufen, damit er die geschichte erzählen konnte, die er erzählen wollte.

Anonym hat gesagt…

kann ich immer noch nicht glauben...

Anonym hat gesagt…

alle gleich gestrickt...

Anonym hat gesagt…

das ist und bleibt eine üble geschichte...

Anonym hat gesagt…

tja, da haben einige mit rohde zusammengearbeitet...

Anonym hat gesagt…

von wegen qualitätsjournalismus...

Anonym hat gesagt…

bei der schmutzkampagne muss es viele beteiligte gegeben haben. was war mit den zeugen der stadt burgdorf, die bei der wohnungsdurchsuchung dabei gewesen sind? war nicht einer von denen bei der feuerwehr?

Anonym hat gesagt…

eine wahnsinnsgeschichte. die hinweise, die lauber in dem gespräch mit dem kripo-pressesprecher erwähnt hat, können nur von rohde gekommen sein. oder von den städtischen zeugen. dieser skandal wird die region nach lange beschäftigen. offenbar hat der anzeiger auf tjaden eingeprügelt, um rohde zu treffen. oder sollte etwa der damalige stadtdirektor reinke getroffen werden? oder beide?

Heinz-Peter Tjaden hat gesagt…

ich habe die stadt burgdorf über das große interesse an diesem bericht informiert.

Anonym hat gesagt…

die internet-adresse kann rohde aber auch von dem damaligen amtsrichter tingler bekommen haben. da es sich bei dieser internet-adresse um keine adresse handelte, die öffentlich ist, kann rohde die auch nicht bei einer google-suche gefunden haben.

Anonym hat gesagt…

einfach nur beschämend...

Anonym hat gesagt…

das heißt, du könntest noch in burgdorf wohnen und deine zeitung machen....

Anonym hat gesagt…

das ist nun 10 jahre her! und keiner ist für den schaden aufgekommen, der herrn tjaden entstanden ist...