Freitag, 22. März 2013

Weltwassertag

Umweltminister stellt Fracking-Technik auf den Prüfstand

Hannover. Der Gewässerschutz im Allgemeinen und der Grundwasserschutz im Besonderen zählen zu den bedeutendsten Aufgaben der Umweltpolitik. „Wasser ist unumstritten unsere wichtigste Ressource", sagte Umweltminister Stefan Wenzel am Freitag anlässlich des Weltwassertages. Der Minister nutzte den jährlich am 22. März begangenen Feiertag, um darauf hinzuweisen, dass zur Beurteilung der Risiken und der technischen Beherrschbarkeit der Fracking-Technik bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten „noch viele und grundlegende Informationen fehlen".

Die niedersächsische Landesregierung hat sich für eine umfassende Prüfung der Risiken und Chancen der Fracking-Technologie ausgesprochen. „Die Sicherheit der Bevölkerung und die Einhaltung nachhaltiger Umweltstandards sind für mich die obersten Gebote", erklärte der Minister. „Zu klären sind Risiken und Auswirkungen auf das Grundwasser und auch auf den tiefen Untergrund, Böden, Umwelt und Natur, einschließlich der damit verbundenen Auswirkungen auf den ländlichen Raum und die Lebensumwelt der Bürgerinnen und Bürger."

Wenzel kündigte, dass alle Genehmigungsverfahren für Bohrvorhaben mit einer umfassenden Öffentlichkeitsbeteiligung und einer obligatorischen Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. „Sicherheitsaspekte haben Vorrang", so der Umweltminister.

Hintergrund:

Den Weltwassertag gibt es seit 1993. Er ist ein Ergebnis der UN-Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro. Das Motto des diesjährigen Weltwassertags lautet „Wasser und Zusammenarbeit".

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