Freitag, 9. August 2013

Inklusive Schule

Bildungsangebot noch nicht groß genug

Hannover. Zum Schuljahresbeginn 2013/2014 wird in Niedersachsen die so genannte inklusive Schule verpflichtend eingeführt. Der Niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke, begrüßt diesen Schritt. Zugleich betont er: „Inklusive Bildung ist in allen Lebensbereichen unabdingbar. Das reicht von der Krippe über Kindertagesstätten bis hin zur Erwachsenen- und beruflichen Bildung. Ich fordere daher, dass notwendige Rahmenbedingungen geschaffen und Ressourcen bereit gestellt werden, um die Qualität und Wirksamkeit eines umfassenden inklusiven Bildungsangebots nach Maßgabe der UN-Behindertenrechtskonvention zu gewährleisten."

Inklusion heiße, allen Menschen die uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. „Für mich ist ein wesentlicher Bestandteil dabei die Wertschätzung in Bildung und Erziehung", sagt Finke. Die Einführung eines inklusiven Bildungssystems führe zu neuen Spannungen, die alle Beteiligte vor große Herausforderungen stelle, zugleich aber auch große Chancen biete, so Finke.

„Für mich als Landesbeauftragter ist der enge Zusammenhang zwischen inklusiver Bildung und sozialer Integration richtungweisend. Ich plädiere eindringlich für einen Perspektivwechsel mit dem Ziel ‚Bildung für alle'." Das verbriefe wirkungsvoll Chancengleichheit von der Basis an und habe nicht nur Modellcharakter an Schulen.

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