Dienstag, 15. Oktober 2013

Wie sich Kreise schließen


Foto: Heinz-Peter Tjaden




















Das "Sonnenuhr-Haus" in Burgdorf

Nach meinem Umzug von Mainz nach Hannover habe ich am 1. Oktober 1979 ein Volontariat bei einem Fachzeitschriften-Verlag begonnen. Der Verleger vermittelte mich auch nach Burgdorf, wo ein Bekannter von ihm das "Burgdorfer Kreisblatt/Lehrter Stadtblatt" herausgab. Da der Chefredakteur meistens betrunken war und auch einige Techniker und Redakteure dem Suff verfielen, blieb ich bei dieser Lokalzeitung viel länger als geplant. Ich half überall aus.

1980 wurde in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR die Sommerzeit eingeführt. Irgendwie mussten wir den Leserinnen und Lesern verklickern, wie sich diese völlig sinnlose Errungenschaft auf den Alltag auswirkte. Da fiel bei einer Autofahrt durch Burgdorf mein Blick auf ein Haus in der Gartenstraße. Jemand hatte auf die Fassade eine Sonnenuhr gemalt. "Halt mal an", bat ich meinen Kollegen und griff nach dem Fotoapparat.

Vor dem Sonnenuhr-Haus gab es ein flaches und ein Bürogebäude. Im ersten Stock des Bürogebäudes angekommen, kletterte ich aus einem Fenster auf das Flachdach und machte Schnappschüsse von der Sonnenuhr. Die Angestellten saßen noch mit offenem Mund an ihren Schreibtischen, als ich schon wieder weg war. Mein Foto erschien auf der Kreisblatt-/Stadtblatt-Titelseite. Dazu schrieb ich: "Wenn Sie sich am Montag auf dem Weg zu Ihrem Arbeitsplatz auf diese Sonnenuhr verlassen, sind Sie eine Stunde zu spät dran."

Vorige Woche habe ich mich im Internet auf die Suche nach einer Wohnung in der Region Hannover gemacht. Angeboten wurde mir - eine Wohnung im "Sonnenuhr-Haus".

Mehr über das "Burgdorfer Kreisblatt/Lehrter Stadtblatt" 

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

und weil du einen hund hast, haben sie dich sofort abblitzen lassen. frechheit. habe www.tjadenleaks.de gelesen