Dienstag, 4. Februar 2014

Steuerbetrug

Zahl der Selbstanzeigen fast verdreifacht

Hannover. Im Januar sind in Niedersachsen 469 Selbstanzeigen eingegangen (gegegenüber 157 vor einem Jahr). Dazu Finanzminister Schneider: „Die Botschaft, dass Steuerstraftaten konsequent verfolgt werden, ist angekommen."

Die Motive sind nach Schneiders Ansicht vielschichtig. Ein wichtiger Grund sei sicherlich, dass das Steuerabkommen, das die schwarz-gelbe Vorgängerregierung noch angestrebt habe, nicht zustande gekommen sei. Dieses Abkommen habe vorgesehen, dass nicht die deutschen Steuerbehörden, sondern die Schweizer Banken den zu zahlenden Steuerbetrag ausgerechnet hätten. Also genau diejenigen Institutionen, die der Steuerhinterziehung in der Vergangenheit Vorschub geleistet hätten.

Wirkung zeigt nach Schneiders Ansicht aber auch die signalisierte Bereitschaft, weiterhin CDs mit Daten von ausländischen Banken anzukaufen.

Abschließend riet Schneider dazu, die Gelegenheit zur Selbstanzeige zu nutzen, solange noch Zeit dazu sei: "Die Hürden werden höher."

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