Donnerstag, 17. April 2014

Tod eines Säuglings

Schröder-Köpf kritisiert Bürokratie

Hannover - 17. April 2014. Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, fordert eine Entbürokratisierung des Verfahrens zur medizinischen Versorgung von Flücht­lingen: "Im Zweifel muss immer gelten: Erst helfen, dann die Kostenfrage klären", sagte Schröder-Köpf.

Hintergrund sind Medienberichte, wonach die hannoversche Klinik auf der Bult möglicherweise die Be­handlung eines schwer kranken Säuglings einer Asylbewerberin aus Ghana abgelehnt hat. Der Säugling war später gestorben. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln. Doris Schrö­der-Köpf sprach der Familie ihr tiefempfundenes Beileid aus.

Das Asylbewerberleistungsgesetz schreibt im Paragraphen 4 vor, dass zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzen die zuständige Behörde eine ärztliche Versorgung si­cher stellt.

Die Klinik hat inzwischen alle Vorwürfe zurückgewiesen.

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