Dienstag, 20. Mai 2014

Minister fährt elektrisch

Strom macht Metropolregion mobil

Hannover. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr beteiligt sich aktiv am "Schaufenster Elektromobilität". Seit heute gibt es für Olaf Lies und sein Team zwei VW-e-up! Die Fahrzeuge verfügen über eine Schnelllademöglichkeit nach dem neuen Combined Charging System (CCS-Standard). In einem ersten Schritt sollen die Fahrzeuge an landeseigenen leistungsstarken Wallboxen am Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr geladen werden können. Später soll eine DC-Schnellladesäule in der Nähe des Ministeriums als öffentliche Stromtankstelle eingerichtet werden.

„Die beste Werbung für Elektromobilität ist die Nutzung von Elektromobilität, davon bin ich überzeugt", sagte Verkehrsminister Olaf Lies bei dem gemeinsamen Termin mit Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok, Regionspräsident Hauke Jagau und dem Vorstandsvorsitzenden von enercity, Michael Feist. „Das Thema Elektromobilität ist ein wichtiges Thema für diese Landesregierung. Die Beschaffung der beiden Elektrofahrzeuge und später einer Schnellladesäule bringen wichtige Impulse für das ´Schaufenster Elektromobilität´. Erst so wird das Thema sichtbar und erlebbar. Ich selbst werde übrigens in Zukunft für viele Dienstfahrten im Stadtgebiet von Hannover und in der Region Hannover selbstverständlich mit dem Elektroauto unterwegs sein", sagte Verkehrsminister Lies.

In einem nächsten Schritt plant das Verkehrsministerium im Herbst 2014 gemeinsam mit enercity die Errichtung der ersten DC-Schnellladesäule mit mindestens 30 kW in der Innenstadt von Hannover. Diese Schnellladesäule am Ministerium soll öffentlich genutzt und zugänglich sein. Die Landeshauptstadt Hannover wird dafür zwei Parkplätze schaffen. Eine weitere DC-Schnellladesäule ist am Umweltministerium geplant.

In diesem Zusammenhang betonte Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Gerade von der öffentlichen Hand muss die Botschaft ausgehen, dass innovative und nachhaltige Antriebstechnologien in besonderem Maße gefördert und eingesetzt werden. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg freue ich mich daher besonders darüber, dass wir als Städte und Landkreise in der Metropolregion derzeit mit rund 140 Fahrzeugen die größte öffentliche Elektroautoflotte in Deutschland bewegen. Die Kommunen arbeiten hier gut zusammen und vor allem auch Seite an Seite mit dem Land. Das gilt sowohl für die Integration von Elektromobilität in die öffentlichen Fuhrparks als auch für den Aufbau einer weiteren wichtigen Voraussetzung: der Ladeinfrastruktur."

Elektrofahrzeuge aller Hersteller sollen dort beladen werden können. Die Ladezeit für eine „Vollladung" wird etwa eine halbe Stunde betragen. enercity hat sich bereit erklärt, den Strom zunächst kostenlos zur Verfügung zu stellen. Später soll der Betrieb der Ladesäule mit Hilfe eines Abrechnungssystems erfolgen.

Dazu der Vorstandsvorsitzende von enercity, Michael Feist: „Für enercity als örtlichem Energieversorger ist es wichtig, eine leistungsfähige Netz- und Ladeinfrastruktur für die Entwicklung der Elektromobilität anzubieten. So wie hier mit der zukünftig ersten innerstädtischen Gleichstrom(DC)-Ladesäule, die ein deutlich schnelleres Laden für die Kunden ermöglicht. Hier sammeln wir Erfahrungen für zukünftige Geschäftsfelder."

Regionspräsident Hauke Jagau fügte hinzu: „E-Mobilität wird immer wichtiger, daher freue ich mich über jede neue Ladestation. Um flächendeckend arbeiten zu können, brauchen wir jetzt schnell Klarheit darüber, wie Investitionen und Verbrauchskosten abgerechnet werden können."

Das "Schaufenster Elektromobilität" in der Metropolregion Hannover Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg ist im April 2012 von der Bundesregierung als eines von vier "Schaufenstern Elektromobilität" ausgewählt worden. Das Schaufenster in der Metropolregion umfasst 29 Projekte mit einem Gesamtprojektvolumen von rund 120 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen fördert das Schaufenster mit bis zu 10 Millionen Euro.


Keine Kommentare: