Dienstag, 24. Februar 2015

Signal für Inklusion

Kultusministerin: "Eindrucksvolle Entwicklung"

Hannover. 8.447 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf  besuchen im laufenden Schuljahr 2014/2015 eine inklusive Schule: Die so genannte Inklusionsquote an den öffentlichen allgemein bildenden Schulen liegt bei 52,5 Prozent (44,9 Prozent im Vorjahr), teilte die Niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt heute mit.

„Bereits im zweiten Jahr nach der Einführung der inklusiven Schule in Niedersachsen zeigt sich, dass die Eltern ihren Rechtsanspruch deutlich wahrnehmen. Dies ist ein klares Signal für die Inklusion", sagte Heiligenstadt. „Ich bin davon überzeugt, dass die guten Erfahrungen, die wir im ersten inklusiven Schuljahr gemacht haben und die positive Einstellung der Schulen zum gemeinsamen Unterricht Eltern überzeugt und in ihrer Wahl bestärkt haben."

Die inklusive Schule, die zum Schuljahr 2013/2014 in Niedersachsen aufsteigend eingeführt wurde, umfasst derzeit einen Rechtsanspruch für die Schuljahrgänge 1, 2, 5 und 6 der öffentlichen allgemein bildenden Schulen.

Die Anmeldezahlen zeigten deutlich, dass sich Inklusion nicht allein auf Grundschulen beschränke, sagte Kultusministerin Heiligenstadt. Besonders bemerkenswert und positiv sei die Entwicklung im Schuljahrgang 5. Hier sei bei der Inklusionsquote ein deutlicher Sprung von mehr als 10 Prozent zu verzeichnen: Von 43,4 Prozent im Schuljahr 2013/2014 auf 53,5 Prozent im Schuljahr 2014/2015.

Heiligenstadt: „Schülerinnen und Schüler bzw. ihre Eltern machen aktiv von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Mehrheit der Eltern will die inklusive Schule für ihre Kinder. Diese Zahlen sind auch deshalb so beeindruckend und aussagekräftig, weil im Sekundarbereich I aktuell noch keine schulgesetzlichen Änderungen greifen, d. h. die Förderschule Lernen im Sekundarbereich I noch Schülerinnen und Schüler aufgenommen hat. Ich sehe darin einen Beleg dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, die Umsetzung der inklusiven Schule so besonnen und verantwortungsvoll wie geplant fortzusetzen. Mein ausdrücklicher Dank geht an alle, die zum Gelingen der inklusiven Schule beitragen."

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