Freitag, 3. April 2015

Liga-Orakel (XXVII)

Über Rügsiechs- und Rügsiegslosigkeit

Meinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also diesem Heini am anderen Ende der Leine, muss ich eine gewisse Rügsiechslosigkeit vorwerfen. Sie meinen, das müsse Rücksichtslosigkeit heißen? Wenn Sie - wie ich - in Burgwedel wohnen würden und zweimal in der Woche eine Wochenzeitung wie den "Marktspiegel/Burgwedeler Nachrichten" im Briefkasten hätten und die auch noch lesen würden, dann würde Ihnen nach wenigen Wochen so was schon gar nicht mehr auffallen.

Fällt Ihnen aber auf. Und das ist gut so. Doch ich habe Rügsiechslosigkeit keinesfalls falsch geschrieben. Ist ein neues, von mir erfundenes Wort, das ich Ihnen wie folgt auseinandernehme: Rüg steht für Rügen, die ich immer dann von meinem Herrchen Heinz-Peter Tjaden, also von diesem Heini am anderen Ende der Leine, zu hören bekomme, wenn ich vom Weg abweiche, was derzeit allerdings nicht möglich ist, weil der Anleinzwang für Hunde gilt, damit Katzen ungestört Vögel jagen können. Siech steht für siechen, mein Herrchen siecht inzwischen sogar schon auf dem Rad vor sich hin statt mir zu folgen, besser geschrieben: folgen zu können. Lustlosigkeit scheidet als Grund aus.

Auch die Roten siechen in der Bundesliga-Tabelle vor sich hin, weil sie nicht mehr siegen. Der Sieg wird immer auf den nächsten Spieltag verschoben. Dieses Mal soll es in Frankfurt so weit sein, weil einen Tag später Ostern ist. Denn Ostern vor einem Jahr hat 96 in Frankfurt gewonnen. Vor zwölf Monaten trafen die Roten das Ei so, dass es dreimal im Nest dieses Gegners lag. Das lag an Andreasen, Stindl und Ya Konan.

Liegt deswegen wieder ein Sieg in der Oster-Luft? Ich schnupper mal - und was steigt mir in die Nase? Der Geruch einer gewissen Rügsiegslosigkeit. Der Trainer wird nicht gerügt, der Boss würde schon ein Unentschieden in Frankfurt für einen Sieg halten. Halte ich für einen Fehler. Ein Verein muss immer gewinnen wollen, dann kann er es auch wieder...

Gut orakelt, Mike!

Eintracht Frankfurt gegen Hannover 96 2 : 2

Liga-Orakel (XXVIII): Noch so ein ahnungsloser Peter!

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