Dienstag, 29. September 2015

Landgericht Hannover

Was falsch ist, kann aber auch richtig sein

Seit Jahr und Tag schlage ich mich mit einem Unternehmen herum, das eigentlich mehrere Firmen ist, was das Handelsgesetzbuch untersagt, aber das Landgericht Hannover sagt dazu: "Alles korrekt!" Auch der nicht existierende Firmensitz wird von diesem Gericht bestätigt. Er stehe korrekt im Handelsregister. 

Dann ist es wohl auch korrekt, dass Post bei diesem Unternehmen nicht ankommt, niemand vor Gericht erscheint, wenn Mieter ihre Kosten für Sanierungen von dieser Mehrfach-Firma zurückfordern und ihr Geld in den Wind Frankfurter Gerichtssäle schreiben müssen, weil sie dort allein unter Richtern sind.

Man stelle sich einmal vor, ein Bundesbürger würde sich mehrere Namen geben und wenn er verklagt wird, entscheidet das Landgericht Hannover: "Der vorgelegte Personalausweis ist aber korrekt!" Wenn sich dieser Bundesbürger auch noch nur dann einen Anwalt nehmen würde, wenn er behauptet, Gläubiger zu sein, wie würde dann das Landgericht von Hannover entscheiden? Etwa so: "Ist dieser Gläubiger Schuldner, kann auf seine Anwesenheit verzichtet werden"?

Die Mehrfach-Firma kann man übrigens spielend leicht googeln, der Geschäftsführer heißt immer André Haas und hat in Schollbrunn ein Schreibbüro. Will ihm jemand auf den Zahn fühlen, lässt er sich verleugnen. Aber immerhin: Er heißt immer André Haas - als Geschäftsführer von Anjas Erster Property, als Geschäftsführer von Anjas Zweiter Property, als Geschäftsführer von Beates Erster Property, als Geschäftsführer von Beates Zweiter Property - und erst recht als Besitzer eines Schreibbüros in Schollbrunn, während die Anjas und Beates täglich vergeblich auf ihn in Frankfurt warten. 

André Haas versetzt nicht nur diese vier Firmen-Damen, er versetzt auch das Landgericht von Hannover in eine Art juristischen Tiefschlaf...Wir wissen alle: Wer schläft, sündigt auch.

Während dessen kann dies geschehen: Mehrere Staatsanwaltschaften haben in der Vergangenheit Ermittlungsverfahren gegen Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) geführt. Laut Staatsanwaltschaft von Kaiserslautern ist ein gewisser Dirk Tönges ab 5. Juli 2007 Geschäftsführer gewesen, die Nachfolge trat am 13. November 2008 ein gewisser Thomas Steger an. Ein gewisser Shankar, der das Unternehmen ab 10. März 2006 geleitet hatte, konnte im November 2011 von der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern nicht zur Rechenschaft gezogen werden, weil er sich irgendwo versteckt hielt. In einem Schriftstück der Staatsanwaltschaft von Frankfurt tauchte sein Name am 28. Mai 2013 allerdings wieder auf. Dort hieß es, Ravi Shankar habe Anjas Erste Property (Beates Zweite Property) bis zum 13. Dezember 2011 geführt. Neuer Geschäftsführer sei ein gewisser André Haas. 

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