Freitag, 1. Januar 2016

Aller guten Dinge

Sind um die drei

Wenn aller guten Dinge drei sind, dann gilt das vielleicht auch für die schlechten. Obwohl: Als die deutsche Fußball-Nationalelf am 6. Juni 1962 bei der Weltmeisterschaft gegen den Gastgeber Chile spielte, hielten die Südamerikaner den Deutschen das Sprichwort "Was zweimal nicht gelingt, gelingt beim dritten Mal" entgegen, denn bis dahin hatte es zwischen diesen beiden Mannschaften zwei Begegnungen gegeben, die von den Deutschen gewonnen worden waren. Nach dem Spiel galt das deutsche Sprichwort. Die Herberger-Elf gewann mit 2 : 0. Für Sepp Herberger war es die letzte WM, für Hans Schäfer, der 1954 ebenfalls das "Wunder von Bern" geschafft hatte, auch.

Sind wir wieder bei der drei, die für Chile damals schlecht war - und für mich vor drei Jahren auch. Denn am 2. Januar 2013 bekam ich einen Bescheid von der Staatsanwaltschaft Hannover, der zum sprichwörtlichen Wettlauf zwischen Hase und Igel gehörte. Der Staatsanwalt Türkay teilte mir damals mit, bei seiner Behörde gebe es nur einen Wendt - und das sei der Behördenleiter. Den Wendt, der mich im November 2006 angerufen habe, gebe es bei der Staatsanwaltschaft Hannover nicht. Das war sozusagen das "Wunder von Hannover".

Danach galt für mich auch Herbergers Satz "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel" nicht mehr. Die Staatsanwaltschaft von Hannover hatte den Blatter ("Ich habe immer nur das Beste getan und bleibe der Fifa-Boss") bekommen, ich die Arschkarte. Da hatte diese Behörde ein Ermittlungsverfahren gegen mich schlicht vergessen und mein Eigentum so lange falsch gelagert, bis es unbrauchbar geworden war, aber für den Schaden wollte bei einem Telefonanruf im November 2006 nur noch ein Wendt aufkommen, den es angeblich bei der Staatsanwaltschaft von Hannover gar nicht gab. Staatsanwalt Türkay befand es auch gar nicht für erforderlich, Nachforschungen anzustellen, welcher Mitarbeiter sich mir gegenüber bei einem Telefonanruf als Wendt ausgegeben hatte.

Beim "Enkel-Trick" geben sich Betrüger als nahe Verwandte des Angerufenen aus, davor warnt die Polizei regelmäßig, unterwegs sind auch immer wieder falsche Polizisten, falsche Mitarbeiter von Versorgungsbetrieben und andere Falsche, aber wenn ich von einem Wendt angerufen werde, den es angeblich gar nicht gibt, dann warnt niemand...

Die Wendt-Geschichte auf staatsanwaltschafthannover.blogspot.de Hier klicken

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