Montag, 15. Februar 2016

Mit 96 auf Tuchelfühlung

Dicht an der Autobahn in Lauenau.
Werfen BVB-Fans Jetons auf den Rasen?

10. Februar 2016. Geht die Polizei am Samstag mit den "Roten" auf Tuch(el)fühlung, werfen die BVB-Fans - wie am Dienstag in Stuttgart Tennisbälle - Jetons auf den Rasen? Wie gefährlich sind 96-Spieler, wenn sie 18 oder 19 Jahre alt sind? Diese Fragen müssen nach dem von drei 96-Bubis geplanten Raubüberfall auf ein Automatencasino in Lauenau gestellt werden. 

96-Geschäftsführer Martin Bader macht es sich zu leicht, wenn er diese räuberische Geschichte auf Langeweile und daraus resultierende dumme Gedanken zurückführt, denn Langeweile bei den 96-Fans während der Heimspiele hat noch keinen Anhänger zu solchen Ideen verleitet. Auch der Hinweis, man könne niemandem hinter die Stirn blicken, ist keinesfalls nur deshalb stichhaltig, weil die "Roten" in dieser Saison nur selten hinter die Abwehr der Gegner geblickt haben

Mit Sturmhauben wollten drei 96-Nachwuchsspieler in einem Auto nach Lauenau fahren, die Kennzeichen waren falsch. Falsch war bisher zwar auch fast jeder Spielzug der Profis, aber wieso Sturmhauben für den Nachwuchs einer Mannschaft, die stets ohne Sturm antritt und im Spiel gegen Mainz mit drei sinnlosen Befreiungsschlägen Torschüsse nur vorgetäuscht hat?

Noch dürftiger als die Argumentation von Martin Bader ist der Erklärungsversuch der "Bild"-Zeitung, der da heute lautet: "Marcel, Mohamad und Enis waren alle raus aus der Schule, machten keine Ausbildung." Keine Ausbildung als Fußballer gemacht haben doch offensichtlich auch fast alle Spieler von Hannover 96. Sind die deshalb jemals zu einem Automatencasino gefahren, um dieses zu überfallen? 

Sind sie nicht. Bei Raubüberfällen würde für diese Profis auch nur gelten, was sogar im Training gilt: "Ihr guckt bloß zu." Und wenn Uffe Bech und Manuel Schmiedebach schon bei Übungseinheiten mit Trainer Thomas Schaaf die Wege nicht machen, wie sollte dann der Fluchtversuch gelingen?

Folgerichtig war: Die 96-Bubis haben das Automaten-Casino nicht überfallen, das Auto mit falschen Kennzeichen parkten sie in Hannover in einer Halteverbots-Zone, so dass die Polizei bei der Fahndung keine Mühe hatte - wie bislang fast alle Mannschaften, die gegen Hannover 96 gespielt haben.

15. Februar 2016: Hannover 96 buddelt



   

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