Montag, 25. April 2016

Zukunftstag

Weil er sonst nie Ministerpräsident
geworden wäre. 















Mit Erinnerungen der Landesregierung an ihre Vergangenheit

Hannover. Der 28. April ist Zukunftstag. Deswegen erinnern sich der niedersächsische Ministerpräsident und seine Minister-Mannschaft an die Ziele, die sie sich in ihrer Jugend gesteckt haben.

Ministerpräsident Stephan Weil lenkt ein wenig ab, wenn er sagt, dass er "zum Schulanfang" noch nicht gewusst habe, "was ich werden wollte" und hinzufügt, dass sich "heute viele mit dieser Entscheidung noch schwer tun", wenn sich die Schulzeit dem Ende zuneigt. Also merken: Wer nicht weiß, was er werden will, kann Ministerpräsident werden.

Umweltminister Stefan Wenzel sagt, ihm sei "schon früh" klar geworden, "wie bedeutend der Schutz der Natur ist. Und ich habe gelernt: Es lohnt sich, für die Dinge einzustehen, die einem wichtig sind." Also merken: Was man früh weiß, lohnt sich.

Sozialministerin Cornelia Rundt scheint es in ihrer Kindheit nicht leicht gehabt zu haben, schon damals habe sie "es doof" gefunden, "dass meine Brüder als Jungs mehr machen durften als ich als Mädchen". Also merken: Jungs doof finden, ist nicht immer ganz falsch.

Innenminister Boris Pistorius ist offenbar als 14-Jähriger auf die Welt gekommen, wusste "in dem Alter aber noch gar nicht, in welche Richtung es geht". Doch mit "Nebenjobs während der Schulzeit" habe sich das geändert, deshalb rate er jedem: "Seht euch um." Also merken: Wer sich umschaut, kommt richtig nach vorne.

Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz weiß etwas, was nur wenige wissen: "Geld verdienen muss später jeder." Also merken: Wer zu früh kommt, der wird Langzeitarbeitsloser.

Wirtschaftsminister Olaf Lies outet sich keinesfalls als Hobbypolitiker, wenn er sagt, dass ein "Hobby nur selten zum Traumberuf" werde, "manchmal aber doch." Also merken: Ein bisschen Spaß muss sein.

Landwirtschaftsminister Christian Meyer hätte eigenen Angaben zufolge gern Karriere als Linksverteidiger gemacht, ist "dann aber doch als Schüler in die Politik gegangen, weil ich mich über Umweltzerstörung und Rassismus geärgert habe". Also merken: Immer einen großen Bogen um Linksverteidiger machen.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt wollte als Jugendliche "Ärztin werden, doch das Geld fürs Studium fehlte. Heute kämpfe ich dafür, dass sich Bildungswünsche erfüllen können - auch ohne dicken Geldbeutel". Also merken: Ein schmales Portmonee operiert nicht gern.

Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic hat als 17-Jährige festgestellt, dass "die Politik noch eine klassische Männerdomäne" gewesen ist, doch auch dieses "alte Rollenbild" sei inzwischen "aufgebrochen worden". Also merken: Immer wieder zu neuen Rollenbildern aufbrechen.

Finanzminister Peter-Jürgen Schneider war als 12-Jähriger aus Salzgitter, wechselte danach aber immer wieder die Perspektive, das sei "auf jeden Fall immer ein Gewinn". Also merken: Das gilt nur für 12-Jährige aus Salzgitter.

Diesen Sprüchen lassen der Ministerpräsident und seine Minister-Mannschaft auch noch Foto-Taten auf den Internet-Seiten der Ministerien und im Facebook folgen. Die Schnappschüsse zeigen Stephan Weil mit Schultüte, Stefan Wenzel auf einem Trecker, Antje Niewisch-Lennartz in einem langen Mantel, Frauke Heiligenstadt in einem Schulbus, Olaf Lies mit einem Bonanza-Rad, Peter-Jürgen Schneider als Fußballer, Landwirtschaftminister Christian Meyer in Trikot und mit Stutzen, Cornelia Rundt als freche Grundschülerin, Boris Pistorius als Schelm, Gabriele Heinen-Kljajic als entschlossene Jugendliche.

Welches Kabinettsmitglied die meisten Likes bekommen hat, teilt die Landesregierung nach dem Zukunftstag mit.

Zukunftstag bei der Polizei   

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