Freitag, 21. Oktober 2016

Teufel versagt

Landeskirchenamt nicht eingeheizt

Der Teufel heizt nicht einmal mehr der evangelischen Kirche ein. In Hannover hat er sogar dem Landeskirchenamt die Heizung abgedreht statt sie aufzudrehen. Damit Anwohner möglichst schnell Hilfe holen konnten, verließ er die Rote Reihe nicht ohne Qualmwolke. Die landeskirchenkreisamtlichen Mitarbeiter verließen das Gebäude wohlbehalten.

Das ist nicht mehr teuflisch. Und deshalb gar nicht gut für das Christentum. Denn auch diese Religion braucht einen Gegenspieler, wenn sie Bestand haben soll. Allein die Sammlung von Mythen und Legenden vieler Völker dürfte nicht ausreichend sein, wenn das Christentum den Konkurrenzkampf mit anderen Ideen weiterhin siegreich gestalten will. 

Es ist noch gar nicht lange her, dass ein berühmter deutscher Dichter, der eigentlich Österreicher war, behauptete, der Teufel habe den Schnaps gemacht, um uns zu verderben. Mit "Der Teufel hat den Heizungsausfall erdacht" wäre daraus nie ein Hit geworden. Worüber sich aber nur die Heilsarmee gefreut hätte.

Außerdem muss man sich wenige Wochen vor dem Luther-Jahr fragen, auf wen und warum dieser Reformator auf der Wartburg ein Tintenfass geworfen haben soll. Der Teufel kann es wohl kaum gewesen sein. Sonst würde der auch heute noch der evangelischen Kirche schwer einheizen. 

Die Tintenfass-Geschichte ist ebenfalls nur eine Legende, möchten Sie gern anmerken? Machen Sie doch, was Sie wollen! Mir jedenfalls kann der Teufel gestohlen bleiben.  



Keine Kommentare: