Montag, 23. Januar 2017

Geldsegen für Finanzminister

345 Millionen Steuersünder-Euro klingeln in Niedersachsens Kasse

Hannover. "Viele Steuersünder haben aufgrund des hohen Entdeckungsrisikos und wegen der gesetzlichen Verschärfungen der strafbefreienden Selbstanzeige in den vergangenen Jahren ihre Chance genutzt, reinen Tisch zu machen", zieht Finanzminister Peter-Jürgen Schneider Bilanz und weist auf über 10 000 Selbstanzeigen seit 2013 hin. Im vergangenen Jahr sind es 1 077 gewesen (123 weniger als im Schnitt). 

Schneider warnte "diejenigen, die die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt haben": "Wir werden den Druck auf Steuersünder steigern." Da der Daten- und Informationsaustausch mit anderen Staaten immer besser werde, dürfe "sich kein Steuersünder mehr sicher fühlen".

In der Kasse Niedersachsens klingelten seit 2008 nach Angaben des Finanzministeriums 345 Millionen Steuersünder-Euro. An den Kosten für die Datenbeschaffung aus der Schweiz, aus Luxemburg und Liechtenstein habe sich das Land mit rund 900 000 Euro beteiligt.  

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