Donnerstag, 22. November 2018

Der Unternehmensberater

Der Sitz von einem halben
Dutzend Firmen?
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Die Internetseiten weiß-die Taschen mal leer und mal voll
"Sie haben Ihr Ziel, die bestmöglichen Anbieter für Ihren Bedarf zu finden, erreicht!
Auf dieser Webseite finden Sie die Services, die Ihnen Ihr Gründungsberater, Unternehmenscoach oder ich Ihnen im persönlichen Gespräch empfohlen haben."
Verkündet ein 57-Jähriger, der in Hannover-Döhren wohnt, im Internet. Allerdings gibt es auf seinen Seiten keinen einzigen Tipp. Alle Seiten sind weiß. 
Möglicherweise hat er noch nicht die Zeit gefunden, um seinen Internet-Auftritt zu pflegen. Denn er ist im Netz nicht nur mehrere, er scheint auch mehrere Vermögen zu haben. Manchmal aber auch keins. 
Wie am 14. August 2018. Bei einem Gerichtsvollzieher gibt er zu Vermögensverzeichnis: Ich habe 20 Euro dabei, 50 Euro lagere ich zuhause. Mein Peugeot 406 ist 16 Jahre alt und hat 185 000 Kilometer auf dem Tacho. Wertvolles besitze ich nicht. Vom Jobcenter bekomme ich monatlich 767,34 Euro für meinen Lebensunterhalt und die Miete. Neben Herrn Tjaden habe ich noch einen Gläubiger. Dem schulde ich 7 000 Euro. Unterlagen sind nicht mehr vorhanden. 
Ich schreibe gedanklich die 51 138,57 Euro, die mir Uwe D. schuldet, in den Wind. Schon kommt Sturm auf. Ein Anwalt aus der Karmarschstraße schreibt mir am 12. September 2018: "Gegenstand unserer Beauftragung ist die außergerichtliche Einigung hinsichtlich der Verbindlichkeiten unseres Mandanten. Derzeit wird ein Regulierungsvorschlag ausgearbeitet." Ziel sei nicht etwa ein "flexibler Nullplan", sondern ein "belastbarer Vergleichsvorschlag". 
Auf den habe ich bis gestern gewartet. Der Anwalt des Unternehmensberaters ließ eine letzte Frist für eine Anzahlung verstreichen. Er würde uns gern bis Ende November vertrösten. Inzwischen scheint sein Mandant unzählige Gläubiger zu haben, nicht nur einen. Das weiß seit heute auch der Gerichtsvollzieher.

Mittwoch, 21. November 2018

Beliebt in Japan

Bald auf diesem Stapel. 
もし 払う けんか  病気に なる

Ist das der Anfang, der zum Weltruhm führt? Oder wackeln in Japan ein paar Tische? Fest steht: Amazon meldet mir soeben 15 Bücherverkäufe, für die Japanerinnen und Japaner bezahlt haben. Besonders beliebt scheint das Bilderbuch "Wenn Zahlen Streit bekommen" zu sein. Das steht schon länger auf der fernöstlichen Wunschliste. 

In Tokio und drumherum mag man aber auch meinen Krimi "Die Mörderin, die unschuldig ist" und meinen Satire-Band "Ich packe mein Buch"

Vielleicht wackeln die Tische auch nur unterschiedlich...Vor 500 Jahren sind Kritiker noch der Meinung gewesen, dass Bücher zu mehr nicht taugen. Sie machen einsam, wurde behauptet. Das jedenfalls trifft auf meine Bücher nicht zu.  

Mittwoch, 14. November 2018

Titelverteidigung

Da kommt niemand mit.
2,1 Millionen Kilometer gestrampelt

Region Hannover. Der Region radelt niemand davon. "Ich bin stolz, dass die Bürgerinnen und Bürger wieder einmal so viele Kilometer mit dem Rad zurückgelegt und uns damit den Titel verschafft haben. Dass wir so viele Jahre in Folge erfolgreich sind, zeigt, dass nicht nur wegen eines Wettbewerbs geradelt wird, sondern sich das Fahrradfahren für sehr viele Menschen zu einer echten alternativen Fortbewegungsart im Alltag entwickelt hat", sagt Regionspräsident Hauke Jagau.

Für die Titelverteidigerin ist die Fachbereichsleiterin Verkehr, Elke van Zadel, zur Siegerehrung nach Kaiserslautern gereist. Für die Kampagne "Stadtradeln" legte die Region 2,1 Millionen Kilometer zusammen. Abgehängt wurden Leipzig und Berlin. Weitere Informationen

Dienstag, 6. November 2018

Weil es doof ist

An der Börse besser aufgehoben?
Politiker sollten nicht spekulieren

Wer spekulieren will, sollte an die Börse gehen. Und nicht wie Stephan Weil in die Politik. Trotzdem scheint der niedersächsische Ministerpräsident jeden Morgen die Sprechperlen seines Wellensittichs zu futtern. Danach trifft er sich mit der Presse und äußert Vermutungen über die Zukunft der CDU und der großen Koalition in Berlin, die er jetzt schon gefährdet sieht, als hätte dieses Bündnis schon eine Zukunft gehabt. 

Wer den Vorsitz in der CDU übernimmt und welche Folgen diese Wahl hat, weiß natürlich auch Stephan Weil nicht. Aber Angst hat er jetzt schon. Besonders vor Friedrich Merz. Der jetzt selbst Angst haben muss, denn die Staatsanwaltschaft ist heute bei BlackRock in München gewesen. Aus der Angst könnte Furcht werden, denn Friedrich Merz leitet ein Unternehmen, das seinen Kunden die Möglichkeit bietet, Steuern erstattet zu bekommen, die diese nie bezahlt haben.

Der Merz bröckelt also schon. Bis Januar muss Stephan Weil also gar nicht warten. Dann will der niedersächsische Ministerpräsident Bilanz ziehen. Die große Koalition will aber erst im September Bilanz ziehen. So haben es die Union und die SPD vereinbart. Warum also quasselt der Stephan Weil so viel rum? Nur wegen der Sprechperlen?