Dienstag, 3. Dezember 2019

Von der AfD irritiert

Gemeinsame Erklärung 
Sehr irritiert, mit Verwunderung, aber auch mit dem Willen zum Widerspruch haben die Präsidentin, die Präsidenten der Polizeibehörden und der Direktor der Polizeiakademie der niedersächsischen Polizei die Kleine Anfrage eines Abgeordneten der AfD vom 25.11.19 zur Kenntnis genommen. In der Anfrage geht es insbesondere darum, zu hinterfragen, ob der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme, Äußerungen von AfD-Politikern in öffentlichen Veranstaltungen ansprechen darf oder ob er dadurch seine Neutralitätspflicht verletzen würde.
Johann Kühme hat in einer Veranstaltung gesagt: "Ich schäme mich als Deutscher dafür, wenn AfD-Politiker Muslima als Kopftuchmädchen titulieren oder die Nazis als Vogelschiss in der tausendjährigen Geschichte".
Wir als die höchsten Führungskräfte der niedersächsischen Polizei stellen uns geschlossen hinter den Oldenburger Polizeipräsidenten und werten seine Aussage als von unserer Verfassung abgedeckte und jederzeit zulässige Meinungsäußerung, der wir uns vollumfänglich anschließen. Polizeipräsident Kühme hat nach unserer festen Überzeugung und einvernehmlichen Bewertung nicht die Partei AfD angegriffen, sondern sein Missfallen über bestimmte Äußerungen einzelner Mitglieder der AfD bzw. Politiker in einer zulässigen, von der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit geschützten, Art und Weise kommuniziert.
Bei uns besteht die große Sorge, dass mit der Anfrage vom 25.11.19 zukünftig kritische Äußerungen gegen rechte Parolen verhindert und Führungskräfte eingeschüchtert werden sollen. Unser Widerspruch richtet sich somit entschieden gegen den Versuch, mittels einer parlamentarischen Anfrage berechtigte Kritik in der Polizei unterdrücken zu wollen. Personen und vor allem Politikern, die geschichtsrevisionistische Positionen vertreten und damit den Nationalsozialismus und seine Folgen zu bagatellisieren versuchen, muss entschieden widersprochen werden. Denn der Nationalsozialismus war auch für die Polizei ein bis heute nachwirkendes Trauma in der Geschichte und ein wichtiger Teil der polizeihistorischen und demokratiegeschichtlichen Bildungsarbeit in der Polizei. Gleiches gilt für diskriminierende Begriffe, wie der, mit dem kopftuchtragende Frauen verunglimpft werden sollen. Im Deutschen Bundestag hat der Gebrauch dieses Begriffs einen Ordnungsruf des Bundestagspräsidenten zur Folge gehabt. Verbalen Diskriminierungen dieser Art muss widersprochen werden, denn sie entsprechen nicht der gelebten Polizeikultur und der Kultur in diesem Land.
Die formulierten Vorwürfe gegen Polizeipräsident Kühme können deshalb aus unserer Sicht nur den Zweck verfolgen, politischen Druck auf Führungskräfte der Polizei ausüben zu wollen, um sie an ihrer berechtigten Widerspruchspflicht zu hindern. Hiergegen verwehren wir uns ganz entschieden.
Präsident Kühme hat mit seinen Äußerungen auch dem Sinn des neuen strategischen Ziels der Polizei Niedersachsen entsprochen: Wir bewahren unser freiheitlich-demokratisches Selbstverständnis und stärken unsere Widerstandskraft gegen demokratiegefährdende Erscheinungen.
Und selbst aus historischer Perspektive heraus betrachtet, ist eine Haltung berechtigt, die das freiheitlich-demokratische Selbstverständnis der Polizei stützt. Denn die Weimarer Republik ist nicht an ihren Gegnern gescheitert, sondern an der fehlenden Kraft ihrer Befürworter. Es gilt daher, die demokratische Haltung jedes einzelnen in der Polizei zu stärken. Und dazu gehört auch der Widerspruch gegen Äußerungen von Politikern, welcher politischen Partei sie auch angehören, die das freiheitliche Demokratieverständnis gefährden können. Das ist auch die Erwartungshaltung der in Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürger.
Daher setzen sich die Präsidentin, die Präsidenten der Polizeibehörden und der Direktor der Polizeiakademie weiterhin konsequent dafür ein, dass das freiheitliche Demokratieverständnis in der Polizei - und dazu gehört auch unser Umgang mit der geschichtlichen Vergangenheit - gewahrt bleibt. Die Polizei hat sich in den letzten Jahrzehnten damit ein starkes Vertrauen bei den Menschen in unserem Land erarbeitet. Dieses Vertrauen ist der beste Beweis dafür, dass wir auf dem richtigen Weg waren und sind.
Auf die Polizei können sich die Menschen verlassen, wir nehmen unseren Eid ernst und leben die Werte unseres Grundgesetzes, ebenso wie die der niedersächsischen Verfassung.
Präsident der Polizeidirektion Braunschweig Michael Pientka 
Präsident der Polizeidirektion Göttingen Uwe Lührig 
Präsident der Polizeidirektion Hannover Volker Kluwe 
Präsident der Polizeidirektion Lüneburg Thomas Ring 
Präsident der Polizeidirektion Osnabrück Michael Maßmann 
Präsident des Landeskriminalamtes Niedersachsen Friedo de Vries 
Präsidentin der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen Christiana Berg 
Direktor der Polizeiakademie Niedersachsen Carsten Rose

Sonntag, 1. Dezember 2019

Dichterschlacht

Tanja Schwarz und Tobias Kunze
teilen sich den Sieg.
Foto: Schiermann/Region Hannover
Geteilter Sieg ist doppelte Freude

Mit einem Song über Zuckerrüben und die Arbeits- und Lebenswelt im Wandel der Zeit hat sich Tobias Kunze für die Endrunde beim Poetry-Slam qualifiziert, Tanja Schwarz schaffte das mit einem "Poem of Home". Robert Kayser ahnte da noch nicht, dass für ihn nur Platz 3 übrig blieb. Denn nach "Was Lehrte lehrte" überraschte Tobias Kunze die knapp 400 Zuhörerinnen und Zuhörer im Regionssaal mit Wortspielen über das Chaos am Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen, während Tanja Schwarz das Publikum mit "Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr" begeisterte. 

Auch dafür gab es 98 von 100 möglichen Punkten, so dass der Wettbewerb mit einer Siegerin und einem Sieger endete. Tobias Kunze stand schon 2014 auf dem Siegertreppchen. 

Organisiert wird der Poetry-Slam einmal im Jahr vom Bereich Politische Bildung der Region Hannover. Er fand zum sechsten Mal statt. In diesem Jahr lautete das Motto "Stadt, Land, Fluss". 

Sonntag, 24. November 2019

Im Grabe umgedreht

NPD-Demo beginnt auf Dietrich-Kittner-Platz

Da hat sich dieser Kabarettist wahrscheinlich mehrfach im Grabe umgedreht. Die NPD-Demonstration gegen kritische Journalisten begann am Samstag, 14 Uhr, ausgerechnet auf dem Dietrich-Kittner-Platz. Kittner schrieb Redakteuren zwar so manches ins Stammbuch, er störte sich an sprachlichen Schnitzern und an nach seiner Meinung verdrehten Tatsachen, aber ein Gegner der Pressefreiheit war er nie. Sonst hätte ihm auch der Stoff für so manche kabarettistische Einlage gefehlt. Kittner beherrschte die deutsche Sprache eben besser als viele Journalistinnen und Journalisten.
Sogar von der Arbeit des Verfassungsschutzes verstand er etwas. Als ich ihn 1984 in seiner Wohnung, die sich über seinem Theater befand, interviewte, störte uns seine Frau Christel nur kurz. "Ich kann vom Theater aus nicht telefonieren", sagte sie.  "Das haben wir gleich", sagte er und rief den Verfassungsschutz an. "Ihr habt vergessen, das Band zu wechseln", teilte er dem Verfassungschützer mit. "Deswegen ist die Theaterleitung tot." Für diesen Hinweis erntete Kittner ein braves verfassungsgemäßes Dankeschön. 
Vor dem NDR-Funkhaus legten die nach Polizeiangaben 120 NPD-Demonstranten eine Pause ein, um verbalen Radau zu machen, derweil protestierten rund 7 000 gegen den NPD-Aufmarsch. Dazu aufgerufen hatten die Grüne Jugend und ver.di. Fazit der Polizei: "Die Versammlungen verliefen überwiegend ohne größere Zwischenfälle."

Donnerstag, 14. November 2019

Neuer 96-Trainer

Pressemitteilung von Hannover 96

Die Entscheidung ist gefallen: Kenan Kocak wird neuer Cheftrainer von Hannover 96. Am Donnerstag einigten sich die Verantwortlichen des Klubs mit dem 38 Jahre alten Fußballlehrer auf einen Vertrag bis zum Ende der laufenden Saison.


Kenan Kocak übernimmt das Cheftrainer-Amt bei Hannover 96.
96-Sportdirektor Jan Schlaudraff: "Wir haben mit Kenan Kocak einen ambitionierten Trainer für uns gewinnen können, der trotz seiner jungen Jahre schon sehr viel Erfahrung im Job hat und die 2. Liga bereits gut kennt. Ihm ist es in seiner bisherigen Karriere immer gelungen, seinen Mannschaften Stabilität und Sicherheit zu verleihen."

96-Geschäftsführer Martin Kind: "Die Trainerposition ist eine der wichtigsten Personalien in einem Klub. Wir haben das Thema gründlich und gewissenhaft bearbeitet und intensive Gespräche geführt. Die Seriosität von Gesprächen und Entscheidungen benötigt Zeit – das bedeutet Professionalität. Nun sind wir zu einer Entscheidung gekommen, mit der alle zufrieden sind. Kenan Kocak hat bei den Gesprächen im Sommer schon einen guten Eindruck hinterlassen."

96-Cheftrainer Kenan Kocak: "In erster Linie geht es darum, Stabilität ins Spiel unserer Mannschaft reinzubekommen. Hannover 96 ist ein Traditionsklub. Hier das Traineramt übernehmen zu dürfen, ist eine extrem spannende Aufgabe."

Start der Trainer-Laufbahn in Mannheim
Kenan Kocak führte den VfR Mannheim im Alter von nur 29 Jahren als Chefcoach zum Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Zur Saison 2013/14 übernahm Kocak den Traditionsklub SV Waldhof Mannheim, für den er bereits in der Jugend und bei den Profis gespielt hatte und wo er 2007 seine aktive Karriere nach einem zweiten Kreuzbandriss beenden musste.

Von 2016 bis 2018 beim SV Sandhausen
In der Saison 2015/16 wurde Kocak mit dem SV Waldhof Meister der Regionalliga Südwest und absolvierte seine Ausbildung zum Fußballlehrer in Hennef. Im Juni 2016 holte Zweitligist SV Sandhausen Kocak als Nachfolger für Alois Schwartz. In der Saison 2016/17 führte er Sandhausen auf den 10. Platz in der 2. Liga – die bisher beste Saisonplatzierung des Klubs aus dem 15.000-Einwohner-Städtchen. Eine Saison später wurde er mit dem SVS Tabellenelfter, am 8. Oktober 2018 endete dort seine Tätigkeit.

Kenan Kocak ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Dienstag, 12. November 2019

Rotensonntag

Wenn das Herz der 96-Fans zerschmilzt
Gottesdienst für Hannover 96

Die evangelischen Kirchengemeinden der niedersächsischen Landeshauptstadt geben eine Planänderung bekannt. Der am 24. November geplante Totensonntag fällt aus, dafür wird in der Marktkirche ab 9 Uhr der Rotensonntag gefeiert. 

Die Traueransprache hält die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann. Angelehnt an Josua 7 "Da zerschmolz des Herz des Volkes und wurde wie Wasser" erinnert sie an den bisherigen Saisonverlauf.

Die Innenverteidiger wollen Buße tun. Sie werden bekennen, dass sie sich zu oft an den Martin Luther zugeschriebenen Satz "Hier stehe ich, ich kann nicht anders" gehalten haben. 

Anschließend legt Martin Kind Kränze für die in den vergangenen zehn Jahren entlassenen Trainer nieder. Die Kranzniederlegung soll nicht länger als eine Stunde dauern. Dazu Martin Kind: "Ich werde mich also beeilen müssen."

Am Rotensonntag soll auch der neue Trainer vorgestellt werden. Ihm gewidmet wird ein Satz aus 2 Korinther 8, 12 "Denn wenn der gute Wille da ist, so ist jeder willkommen nach dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat."  

  





Lustiges Mathe-Bilderbuch

Aus den "Lübecker Nachrichten"
Mit linker Mousetaste vergrößern.
Bis Ende April auf Platz 1?
27. April 2017. Die kleine Sarah aus Lübeck (Zeichnungen) und ich (Text) haben ein lustiges Mathe-Bilderbuch für Kinder veröffentlicht, über das ich schon mehrfach berichtet habe. Kürzlich lud ich zu einem Facebook-Event für „Wenn Zahlen Streit bekommen“ ein und fragte, ob dieses Bilderbuch bis Ende April 2017 den Sprung auf Platz 1 im Kindle-Shop schaffen kann. Das ist nicht mehr unmöglich. Heute kletterte unser Bilderbuch auf Platz 9!
Die internette Zeitung für den Altkreis Burgdorf http://www.burgdorferkreisblatt.de

Mutter begeistert

3. Mai 2017. Platz 1 hat das Bilderbuch (noch nicht) geschafft. Aber eine Mutter findet es "so was von süß". Hier klicken 

Anderer Unterricht

2. Juli 2017. "Für die Herausforderungen unserer Zeit bräuchten wir einen komplett anderen Unterricht." Sagt eine Grundschullehrerin aus Berlin heute in der "Bild am Sonntag". Das stimmt. Für den Mathematikunterricht beispielsweise bräuchte man unser Bilderbuch "Wenn Zahlen Streit bekommen", das sich weiter im Kindle-Shop auf den oberen Rängen hält.

In den Top 100

8. Mai 2018. Seit einigen Wochen hält sich das Mathe-Bilderbuch unter den Top 100 in der e-book-Kategorie "Mathematik".

Wieder auf dem Weg nach oben

12. November 2019. Der Bestell-Fahrstuhl nach oben für das Mathe-Bilderbuch ist seit einer Woche nicht mehr besetzt. Die Zahlen fahren wieder hoch. 

Sonntag, 10. November 2019

OB-Wahl in Hannover

Das Neue Rathaus. Foto: Tjaden
Spannender Zweikampf

27. Oktober 2019. In der niedersächsischen Landeshauptstadt sind heute 401 847 Wählerinnen und Wähler an die Wahlurnen gerufen worden. Zehn Kandidatinnen und Kandidaten bewarben sich um die Stimmen. Eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale sieht es nach einer Überraschung aus. In Front liegt der CDU-Kandidat Eckhard Scholz, Platz 2 belegt Belit Onay von den Grünen.

18.45 Uhr. Scholz und Onay liegen fast gleichauf. Beide Kandidaten kommen auf gut 30 Prozent.

19.00 Uhr. Belit Onay geht mit 32,4 Prozent in Führung, Scholz 32,0 Prozent.

19.50 Uhr. Knapper geht es nicht mehr. Belit Onay hat 60 045 Stimmen (32,3 Prozent) bekommen, Eckhard Scholz 59835 Stimmen (32,2 Prozent). Der SPD-Kandidat Marc Hansmann flog mit 43692 Stimmen (23,5 Prozent) aus dem Rennen. Die Stichwahl findet am 10. November statt.

Grüner hat 49 Stimmen Vorsprung

20 Uhr. Nun sind alle Stimmen gezählt. Belit Onay und Eckhard Scholz kommen auf 32,2 Prozent der Stimmen. Die beiden trennen 49 Stimmen! Die Wahlbeteiligung hat bei 46,5 Prozent gelegen.

Belit Onay in Führung

10. November 2019 18.40 Uhr. Belit Onay führt mit 72 595 Stimmen (52,8 Prozent), Eckhard Scholz kommt auf 64 953 Stimmen (47,2 Prozent). Über Dreiviertel der Stimmen sind ausgezählt.

10. November 2019-19.00 Uhr. In Linden-Limmer holt Belit Onay 80,2 Prozent der Stimmen.

Belit Onay neuer OB

10. November 2019-19.40 Uhr Die Stimmen sind ausgezählt, der neue Oberbürgermeister von Hannover heißt Belit Onay. Er bekam 92146 Stimmen (52,9 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei 43,5 Prozent.

Der neue Oberbürgermeister mit seiner Frau im Neuen Rathaus.


Freitag, 1. November 2019

Einstweilige Verfügung

AfD will mit nach Israel

9. Oktober 2019. Seit 40 Jahren gibt es eine Partnerschaft zwischen dem Landkreis Unter Galiläa in Israel und der Region Hannover. Die nächste Reise ist für den 14. November geplant. Mitfahren sollen drei CDU-Abgeordnete, drei SPD-Abgeordnete, ein Abgeordneter der Grünen und ein Abgeordneter der FDP. Gegen diesen Beschluss der Regionsversammlung hat die AfD eine einstweilige Verfügung beim Verwaltungsgericht beantragt. Darüber hat der Vorsitzende der Regionsversammlung, Walter Richter, die Fraktionen und die Öffentlichkeit informiert. 


"Die Regionsversammlung hat das Für und Wider einer Teilnahme von Mitgliedern der AfD-Fraktion an dem Partnerschaftsbesuch in Unter Galiläa sorgfältig abgewogen und alle Argumente ausgetauscht", sagt Walter Richter und erinnert an die "ausführliche Debatte in der Versammlung am 24. September". "Das Abstimmungsergebnis war mit 64 Ja-Stimmen für die Beschluss-Drucksache 2475 (IV), acht Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen sehr klar.“

"Die Mehrheit der Regionsversammlung hat argumentiert, dass die Frage der Zusammensetzung der Delegation für die Israel-Reise mehr als eine Formalie ist. Aus Sicht der Mehrheit geht es schlicht und einfach darum, dass wir die gewachsene Partnerschaft und den völkerverständigenden Austausch mit Unter Galiläa nicht gefährden. Unsere Partnerschaft, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert, wollen wir weiter im gegenseitigen Vertrauen gestalten. Die Argumentation der Mehrheit in der Versammlung war, dass wir unsere Gastgeber nicht vor den Kopf stoßen, Vertrauen nicht verspielen wollen und den für beide Seiten wichtigen Austausch und gegenseitigen Respekt erhalten und weiter ausbauen wollen. Diese Meinung teile ich", fügt Richter hinzu und verweist darauf, dass Vertreter der AfD "auch in den Gremien der Regionsversammlung die Gräueltaten des dritten Reichs verharmlosten".

AfD-Eilantrag abgelehnt

1. November 2019. "Ich bin froh, dass die Reise wie geplant stattfinden kann und wir diese entsprechend partnerschaftlich und in gegenseitigem Verständnis durchführen können." So kommentiert Regionspräsident Hauke Jagau die Ablehnung eines Eilantrages der AfD. Das Verwaltungsgericht hat entschieden, dass die Regionsversammlung nicht dazu verpflichtet werden könne, die AfD mit nach Israel zu nehmen. 

Donnerstag, 24. Oktober 2019

Serdar Saris (XVIII)

Tagebuch-Schreiber.
Wie ein Buch entsteht

12. Juli 2017. Vor sechs Jahren ist Ruthard Stachowske als Leiter der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (2012 verschenkt an die Step gGmbH Hannover, 2014 geschlossen) von der damaligen Geschäftsführerin Gisela van der Heijden (heute Bayerisches Rotes Kreuz Erding) fristlos entlassen worden. Kurze Zeit darauf bekam ich eine mail von einem anonymen Absender, der mich auf einen neuen blog hinwies. 

Die mail klang ziemlich höhnisch, der blog war schlimm. Das Ziel eindeutig: Ex-Klientinnen, Ex-Klienten und ihre Kinder sollten belastet, Ruthard Stachowske von jeder Kritik befreit werden. Gisela van der Heijden reagierte auf diese Veröffentlichung ebenso entsetzt wie ich, die Lüneburger Polizei ließ den blog in Deutschland verbieten, er zog nach Ungarn um.

Um den blog bei google nach hinten zu drücken, reagierte ich mit einem blog, in dem mein Jagdterrier Mike Tjaden seine "schlimmen Erfahrungen" mit mir schilderte. Ich verwendete für diesen blog die gleiche Adresse wie die anonymen blogger, ich ließ nur einen Bindestrich weg.

Als Serdar Saris von der Step gGmbH Hannover die Nachfolge von Gisela van der Heijden antrat, informierte ich ihn brieflich über den anonymen blog. Er ließ meinen Brief ungelesen wieder an mich zurückgehen. Auch der Rektor der Evangelischen Hochschule Dresden (dort ist Stachowske Honorarprofessor) hüllte sich in Schweigen. Peinlich verhielten sich also beide. Serdar Saris hatte Ruthard Stachowske inzwischen wieder eingestellt. 

Jetzt habe ich die Erfahrungen meines Jagdterriers zu einer Broschüre zusammengefasst. Sie ist im Kindle-Shop als e-book und bei Amazon als Print erschienen. Hier bestellen

Auch Medium.com für Verleumdungen genutzt
23. Oktober 2019. Evan Williams ist 47 Jahre alt und in den USA geboren, er entwickelte die Webseite blogger.com und nahm sie 2003 mit zu google. Bei google arbeitete er eineinhalb Jahre lang, dann entwickelte er die Software für Twitter. Im August 2012 gründete er Medium.com.
Ruthard Stachowke ist 62 Jahre alt und am Niederrhein geboren, er übernahm 1993 die Leitung der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG), die mit familienorientierter Drogentherapie warb, Anfang Juli 2011 bekam dieser Sozialpädagoge von der neuen Geschäftsführerin Gisela van der Heijden die fristlose Kündigung, 2012 wurde die TG an die Step gGmbH Hannover verschenkt und 2014 geschlossen. Stachowske wehrte sich erfolgreich gegen die fristlose Kündigung, bekam von der Step gGmbH immer wieder Stellenangebote, nahm aber keins an.
Hier weiterlesen 

Die Serdar-Saris-Serie

Mittwoch, 25. September 2019

Trends und Fakten

Ulf-Birger Franz und Alexander
Skubowius (links).
Die Region ist ein Knüller


Region Hannover. Das sind die "Trends und Fakten" aus der Region Hannover, die heute von Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz und dem Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, Alexander Skubowius, vorgestellt worden sind: Die Einwohnerzahl, die Zahl der Beschäftigten und die Zahl der Studentinnen und Studenten steigen. 


"Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben wir ein neues Rekordhoch: Fast 510.000 Menschen hatten 2018 einen sozialversicherungspflichtigen Job", berichtet Wirtschaftsdezernent Franz. "Im Vorjahr lagen wir noch knapp unter der 500.000-Marke." 325 000 entfallen auf Hannover, 185 000 auf die Region. Das Bildungsniveau der Beschäftigten ist höher als im sonstigen Niedersachsen. 

"Die Region Hannover ist ein äußerst vitaler Wirtschaftsstandort", sagt Franz. 26 der 100 umsatzstärksten Unternehmen Niedersachsens haben ihren Unternehmenssitz in der Region Hannover. Von den 50  Unternehmen in Niedersachsen mit der höchsten Wertschöpfung sind 21 in der Region Hannover ansässig. Mit 43.240 Euro je Einwohner liegt das Bruttoinlandsprodukt in der Region Hannover deutlich über dem Landes- und Bundeswert. Auch die Bruttowertschöpfung als Gesamtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen ist sowohl pro Erwerbstätigem als auch pro Einwohner höher.

"Gleiches gilt für die Kaufkraft und die Einzelhandelskaufkraft", fügt Fachbereichsleiter Skubowius hinzu: "Die Kaufkraft in der Region Hannover beträgt insgesamt 28,21 Milliarden Euro. Das entspricht einer durchschnittlichen Kaufkraft von 24.476 Euro pro Einwohner bzw. 102,9 Prozent der durchschnittlichen Kaufkraft in Deutschland. Die Einzelhandelskaufkraft beträgt 7,03 Milliarden Euro. Die durchschnittliche Einzelhandelskaufkraft liegt bei 6.098 Euro pro Einwohner beziehungsweise 103,2 Prozent der durchschnittlichen Einzelhandelskaufkraft in Deutschland. Der tatsächliche Einzelhandelsumsatz liegt mit 5.821 Euro pro Einwohner sogar bei 113,9 Prozent des durchschnittlichen Einzelhandelsumsatzes in Deutschland."

Die Kehrseite des Erfolgs: Gewerbeflächen werden immer knapper. "Das Angebot sofort vermarktbarer Flächen in der Region Hannover umfasst 73,7 Hektar (Rückgang um 17 Hektar). Für weitere 190,3 Hektar besteht ein rechtskräftiger B-Plan, allerdings sind diese Gewerbeflächen noch nicht erschlossen und/oder im privaten Eigentum", sagt Skubowius. Die Entwicklungsmöglichkeiten neuer Gewerbeflächen stießen zunehmend an ihre Grenzen. Daher bekämen wiedernutzbare Gewerbebrachen als ehemals genutzte Gewerbeflächen besondere Bedeutung; das Angebot umfasse 99,1 Hektar.

Die Büro- und Ladenmieten seien im Vergleich zu anderen Großstädten noch moderat. Je nach Lage variierten die Büro-Mietpreise pro Quadratmeter in der Landeshauptstadt Hannover zwischen 6,50 Euro und 11,50 Euro. Ladenmieten im Geschäftskern reichten von 14,50 Euro bis hin zu 155,00 Euro, im Nebenkern von 5,50 Euro bis hin zu 14,50 Euro.

Zu den Standortvorteilen gehört auch das große Bildungsangebot: An den Hochschulen in Hannover waren mit mehr als 50.000 zuletzt so viele Studentinnen und Studenten eingeschrieben wie noch nie zuvor. Dagegen sinkt die Zahl der Berufsschülerinnen und -schüler leicht, liegt aber mit rund 40.000 nach wie vor auf einem hohen Niveau. "Der starke Zuzug junger Menschen in die Region Hannover ist unser größtes Kapital. Fast zehn Prozent unserer Bevölkerung sind junge Menschen in einer Ausbildung oder im Studium", so Ulf-Birger Franz.

Einen neuen Rekord verzeichnete die Region Hannover 2018 mit 4,05 Millionen auch bei den Übernachtungen. Dabei sanken die Zahlen in der Landeshauptstadt Hannover auf 2,25 Millionen (-1,3 Prozent), während das Umland eine deutliche Zunahme der Übernachtungen auf 1,80 Millionen (+3,9 Prozent) registrierte.

Freitag, 20. September 2019

PM der Polizei

Friedliche "Fridays-for-Future"-Demo

In der hannoverschen Innenstadt hat heute die bislang größte Demonstration der Fridays-for-Future-Bewegung stattgefunden. Die Versammlung mit rund 30 000 Teilnehmern ist störungsfrei verlaufen.
Unter dem Motto "Hannover lahmlegen" wurden fünf Sternmärsche sowie ein Abschlussaufzug für die heutige Demonstration bei der Versammlungsbehörde angezeigt. Gegen 12:15 Uhr trafen die ersten Teilnehmer an den entsprechenden Treffpunkten Lister Platz (List), Lutherkirche (Nordstadt), Heinrich-Heine-Platz (Südstadt), Küchengarten (Linden) sowie am Braunschweiger Platz (Bult) ein. Rund 45 Minuten später setzten sich alle Aufzüge fast zeitgleich in Bewegung.
Nach einer Zwischenkundgebung auf dem Georgsplatz zog ein Abschlussaufzug gegen 14:30 Uhr mit rund 30 000 Teilnehmern Richtung Friederikenplatz, auf dem zwei Stunden später die Abschlusskundgebung stattfand. Am späten Nachmittag endete die Versammlung.
Die Aufzüge beeinträchtigten zentrale Verkehrsknotenpunkte wie den Altenbekener Damm, die Hildesheimer Straße, Raschplatzhochstraße, Brühlstraße, dem Aegidientorplatz, Friedrichswall und die Schloßwender Straße, so dass es vor allem für den Individualverkehr zu entsprechenden Behinderungen in der Innenstadt kam.
"Wir mussten temporäre Sperrungen einrichten, um die angezeigten Versammlungen zu gewährleisten und den Protest ungehindert zu ermöglichen", sagt der Einsatzleiter der Polizeiinspektion Mitte, Cord Stünkel.
Da die Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig informiert worden waren, haben viele den Innenstadtbereich gemieden oder alternative Verkehrsmittel benutzt. Während der Versammlung hat die Polizeidirektion Hannover fortlaufend über ihren Social-Media-Kanal über Straßensperrungen, Routenänderungen und die steigende Anzahl der Teilnehmenden informiert.

Dienstag, 10. September 2019

Fair im Verkehr

Gefunden auf Polizei-Dein Partner.
Das muss besser werden
Wie ist es in der Region Hannover um das Miteinander von Auto- und Radfahrern bestellt? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Polizeidirektion Hannover immer wieder. Dieses Mal hat sie 185 Beamte eingesetzt, die vom 2. bis 9. September 1048 Verstöße feststellten. 149 gingen auf die Kappe der Autofahrer, 899 auf die Kappe der Radfahrer. 
Am häufigsten missbrauchten Autofahrer Radwege als Parkplätze (75 Mal), 34 Mal machten sie Fehler beim Überholen, 21 Mal nahmen sie Radfahrern die Vorfahrt. Die meisten erwischten Radfahrer hatten sich nicht um Einbahnstraßen (371 Mal), Fußgängerzonen oder Gehwege (306 Mal) gekümmert. 

Sonntag, 8. September 2019

Die Margot

Heuchelt in der "Bild am Sonntag"
Foto: EKD
Das versteht sie nicht?
Demnächst beschwert sich die Mafia noch darüber, dass nicht alle Verbrechen aufgeklärt werden.
Margot Käßmann, ihres Zeichens ehemalige niedersächsische Landesbischöfin und Kolumnenschreiberin in der „Bild am Sonntag“, beklagt heute die Opfer des 56-jährigen Andreas V. und des 34-jährigen Mario S., die auf einem Campingplatz in Lügde fast 300 Mal Kinder missbraucht haben. Sie könne nicht verstehen, wie diese scheußlichen Verbrechen so lange unbemerkt geblieben sind.

Sonntag, 25. August 2019

Flaschenwürfe

Demos in der Innenstadt: Pressemitteilung der Polizei

Hannover (ots). Eine angezeigte Versammlung am 24.08.2019 unter dem Motto "Zunehmende Gewaltdelikte in Deutschland" ist friedlich verlaufen. Eine nicht angezeigte Gegendemonstration hat die angezeigte Versammlung wiederholt gestört und die Polizei mehrfach zum Einschreiten gezwungen.
Eine Privatperson hatte Mitte August einen Aufzug unter dem Motto "Zunehmende Gewaltdelikte in Deutschland" für die hannoversche Innenstadt angezeigt.
Bereits bei der Auftaktkundgebung, gegen 17:30 Uhr, mit etwa 300 Teilnehmern am Platz der Göttinger Sieben fanden sich etwa 270 Personen für eine nicht angezeigte Gegenversammlung ein.
Die Teilnehmer der angezeigten Versammlung verhielten sich weitestgehend friedlich und führten ihren Aufzug gegen 18:00 Uhr über die Karmarschstraße, Schmiedestraße, Kanalstraße, Kurt-Schumacher-Straße bis zum Goseriedeplatz. Hier fand gegen 19:00 Uhr eine Abschlusskundgebung statt.
Bereits zur Auftaktkundgebung kam es aus den Reihen der Gegendemonstranten zu fortlaufenden Provokationen der Teilnehmer der Versammlung. Diese setzten sich über die gesamte Veranstaltung fort und führten immer wieder auch zum Bedrängen von Einsatzkräften der Polizei, die für einen störungsfreien Verlauf der angezeigten Versammlung sorgen sollten.
Die Gegendemonstranten versuchten mehrfach auf die Aufzugroute zu gelangen, um diese zu blockieren und die angezeigte Versammlung zu stören. Auch hier gelang es der Polizei zu intervenieren und die Personen von ihrem Vorhaben abzuhalten.
Selbst nach der Abschlusskundgebung der angezeigten Versammlung versuchten mehrere Personen auf die ehemaligen Teilnehmer einzuwirken, was aufgrund der stets präsenten Einsatzkräfte unterbunden werden konnte.
Nach bisherigen Erkenntnissen sind in mehreren Fällen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie Demonstrationsteilnehmerinnen und Demonstrationsteilnehmer der Ursprungsversammlung mit Flaschen beworfen worden. Fünfmal wurden die Einsatzkräfte körperlich angegriffen - zwei von ihnen erlitten Verletzungen und eine Beamtin wird aktuell in einem Krankenhaus versorgt.
Die Polizei hat insgesamt neun Strafverfahren eingeleitet.
Sieben davon gegen Teilnehmer der Gegendemonstration. Vier wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, eins wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, eins wegen Körperverletzung und eins wegen versuchter Gefangenenbefreiung.
Aus den Reihen der angezeigten Kundgebung muss sich ein Versammlungsteilnehmer wegen des Verdachts der Beleidigung eines Gegendemonstranten verantworten.
Des Weiteren ermittelt die Polizei wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Unbekannte hatten in der Nacht vor der Versammlung großflächig den Boden des Platzes der Göttinger Sieben mit Parolen beschmiert.
Drei Personen - alle bis auf einen aus der Gegenversammlung - wurden vorläufig zur Identitätsfeststellung und eine Person, nach einem tätlichen Angriff auf Polizeibeamte, zur Vorführung bei einem Richter im sogenannten beschleunigten Verfahren festgenommen.
"Einige Teilnehmer der nichtangezeigten Gegendemonstration haben uns mehrfach dazu gezwungen einzuschreiten und neben den Versammlungsteilnehmern auch fortwährend unsere Einsatzkräfte bedrängt. Auch wenn wir vereinzelte Straftaten zu verzeichnen haben, ist unser polizeiliches Einsatzkonzept aufgegangen, denn wir konnten die Durchführung der angezeigten Versammlung gewährleisten", sagte Einsatzleiter Cord Stünkel.

Mittwoch, 21. August 2019

SPD-Vorsitz

Den mag Bodo Krüger
überhaupt nicht. 
Eine Frage der Würde

"Kann man die Würde eines Amtes allein durch eine Kandidatur beschädigen?" Fragt heute Bodo Krüger, Chefredakteur der "Neuen Presse", in einem Kommentar auf Seite 1. Seine Antwort lautet: "Leider ja. Und die SPD liefert beinahe täglich den Beweis dafür. Das eigentlich gut gemeinte Bewerbungsverfahren für den Parteivorsitz ist mittlerweile zu einem würdelosen ´Wer-will-noch-mal-wer-hat-noch nicht` verkommen."

Einmal abgesehen davon, dass man auch in diesem Bewerbungsverfahren nicht zweimal kandidieren kann, muss man sich fragen: "Kann man die Würde eines Amtes als Chefredakteur allein durch einen Kommentar beschädigen?" Bodo Krüger kann.

Zuerst sollte uns dieser Chefredakteur verraten, wie viele Kandidatinnen und Kandidaten er denn gern gehabt hätte. Dann müsste uns Bodo Krüger auch noch erklären, warum er zum Schluss schreibt, dass Stephan Weil als niedersächsischer Ministerpräsident und Lars Klingbeil als SPD-Generalsekretär  ihre Würde nur noch wahren können, wenn sie mit Boris Pistorius (niedersächsischer Innenminister) und Viola Petra Köpping (sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration) "nicht die beste Lösung für die SPD" unterstützen. Gilt das auch für die SPD aus Thüringen, die dieses Duo ebenfalls unterstützt?

Für besonders würdelos hält Bodo Krüger wohl die Kandidatur des bayerischen Bundestagsabgeordneten Karl-Heinz Brunner (Foto). Was, bitte schön, Herr Chefredakteur, haben Sie denn gegen diesen 66-Jährigen, der zwölf Jahre lang Bürgermeister der Stadt Illertissen gewesen ist? Seinen Doktortitel, den er in Bratislava erworben hat, darf er zwar nur in Bayern und Berlin führen, aber dort gilt er immerhin als echt. Das kann man nun doch wirklich nicht mehr über alle Politikerinnen und Politiker sagen.

Dienstag, 13. August 2019

Spannender Abend

Was denkt sich Brigitte Glaser aus?
Wie wirklich sind Krimis?
Die Deutschen mögen Krimis. Einige sind spannend und gut ausgedacht, andere kann man  nur als haarsträubend bezeichnen.  "Wie spiegelt der Kriminalroman die Wirklichkeit des Verbrechens wider?" ist deshalb eine spannende Frage.  Beantwortet werden soll sie am 15. August bei einer Podiumsdiskussion in der Alten Polizeikantine (Waterloostraße 9). 
Auf dem Podium sitzen ab 19.30 Uhr Dr. Lars Wistuba (Leiter der Kriminalfachinspektion 1 der Polizeidirektion  Hannover),Jens Kramer (Vorsitzender des "Syndikat", Verein zur Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur), Brigitte Glaser (Krimiautorin), Carsten Holzendorff (Verleger) und Volker Petri (Veranstalter).
Eröffnet wird der Abend von Carsten Schütte, Leiter der operativen Fallanalyse beim Landeskriminalamt Niedersachsen, der zur Einstimmung Passagen aus seinem mit autobiografischen Elementen gespickten Kriminalroman lesen wird. Die Moderation übernimmt der Journalist Jan Egge Sedelies von der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Der Eintritt ist frei.
Mein persönlicher Lesetipp "Die Mörderin, die unschuldig ist". In diesem Krimi wird Realität zur Fiktion und Fiktion zur Realität.

Die Print-Ausgabe Das e-book 

Dienstag, 6. August 2019

Er muss es wissen

Von Zweitklassigkeit versteht Dieter Schatzschneider etwas

Dieter Schatzschneider mag die neue Mannschaft von Hannover 96 nicht. Deswegen geht er nicht mehr ins Stadion. Den Aufstieg traut der 61-Jährige der Elf nicht zu. Dieter Schatzschneider mag aber 96-Boss Martin Kind immer noch, obwohl der den neuen Trainer Mirko Slomka ausgesucht hat, den Dieter Schatzschneider ebenfalls nicht mag.

Vor Beginn der Saison haben Experten die "Roten" für eine Wundertüte gehalten. Möglich sei Platz 3 genauso wie Platz 10. Dieter Schatzschneider rechnet eher mit Platz 10. Von Zweitklassigkeit versteht er was. Bis heute ist er der beste Zweitliga-Torschütze von Hannover 96. Wegen seiner Treffsicherheit holte ihn 1983 der Hamburger SV. Für die erste Liga reichte es aber nicht. Nach einem Jahr war Schluss an der Elbe.

Nun komme mir niemand mit Schalke, wo der Lange anschließend gespielt hat. Schließlich hat Dieter Schatzschneider selbst erkannt, dass sogar sein Bruder besser Fußball spielt als er. Der Dieter kann nur besser reden.

Über Fußball reden aber viele. Die Zweitliga-Saison hat erst begonnen und aus dem Pokal fliegt 96 sofort wieder. In dieser Liga geht es oft verrückt zu und vielleicht wird Hannover ja das neue Paderborn...

Empfang für Weltmeister

So sehen Sieger aus:
Regionspräsident Hauke Jagau
 (links) und Wirtschaftsdezernent
Ulf-Birger Franz (rechts)
empfangen die Robotik
-Weltmeister Leon Till
Häberle, Fabrice Zeug, Jan Ole
 Weber und Coach Alexander
Stark (von links) im Regionshaus.
Foto: F. Bittner
















Sydney-ein Sommermärchen
In diesem Jahr haben die deutschen Teilnehmer bei der 
Roboter-Weltmeisterschaft besonders gut abgeschnitten. 
Bei diesen Titelkämpfen treten seit 1997 Roboter 
gegeneinander an. In Sydney holten Leon Till Häberle, 
Fabrice Zeug und Jan Ole Weber den RoboCup Junior. 
Trainiert wurden sie von Alexander Stark. 
Empfangen wurden die Weltmeister heute von 
Regionspräsident Hauke Jagau und Wirtschaftsdezernent 
Ulf-Birger Franz. 

Montag, 5. August 2019

Jugendamts-Satire

Bitterböse und witzig
Wenn ein Jugendamt Akten vertauscht
Hier bestellen

Eine Satire mit Anhang

-Ritalin
-Das Schweigen der Suchthelfer (Step gGmbH Hannover)
-Die Frau, die schummelte (Jugendamt Hamburg)
-Die getrennten Geschwister aus Münster
-600 unerforschte Sekten

Donnerstag, 25. Juli 2019

Drei bunte Rundgänge

Babyladen in der Kornstraße.
Kunstvolle Fassaden

In Funchal nennt man das "Projecto artE de pORtas abErtas", die Altstadt der Hauptstadt von Madeira wird zur Kunstgalerie. Auch Hannovers Häuser werden inzwischen immer bunter. 

Ob in der Nordstadt, in der List oder in Linden-mit Graffiti und Streetart wirbt die Tourismusgesellschaft für drei Rundgänge durch die niedersächsische Landeshauptstadt. Bei Reisebloggern kommen die kunstvollen Fassaden bereits gut an. 
Funchal: Sonnenaufgang in
einem Reißverschluss. 

Der Klick zu den drei Rundgängen

Die Kunstgalerie in Funchal

Dienstag, 16. Juli 2019

Die Zwei aus Burgdorf

Sie Burgdorferin, er Burgdorfer.
Die Kommissionspräsidentin von der Aue

Ursula von der Leyen hat 374 Stimmen gebraucht, sie bekam soeben 383. Das Foto zeigt sie mit dem SPD-Europaabgeordneten Bernd Lange während der Auszählung der Stimmen im Europaparlament. Die SPD stimmte angeblich gegen die ehemalige Bundesverteidigungsministerin, eine Mehrheit der EU-Sozialdemokraten entschied sich aber wohl für sie.

Montag, 8. Juli 2019

Neue Betrugsmasche

Betrüger geben sich als Mitarbeiter
von Microsoft aus. 
Pressemitteilung der Polizei
Hannover (ots). Eine 59-jährige Hannoveranerin ist am vergangenen Donnerstag von Betrügern angerufen worden, die sich als Mitarbeiter von Microsoft ausgegeben haben. Trickreich erbeuteten sie mindestens 5.000 Euro von Bankkonten. Zusätzlich haben sie von der Frau persönliche Daten erlangt, mit denen sie zwei Onlinekonten eröffnet haben.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatten sich die englisch sprechenden Täter gegen 09:30 Uhr telefonisch bei der Hannoveranerin gemeldet und als Sicherheitsmitarbeiter der Firma Microsoft ausgeben. Da der PC der 59-Jährigen gehackt worden sei, sollte sie den Anweisungen der Betrüger folgen. Im weiteren Verlauf des mehrere Stunden andauernden Telefonats ermöglichte sie einen Fernzugriff auf ihren Computer sowie ihr Smartphone. So konnten die falschen Microsoft-Mitarbeiter mindestens 5.000 Euro von ihren Konten sowie dem ihrer Mutter erbeuten.
Zusätzlich eröffneten die Unbekannten im Namen der Hannoveranerin zwei Onlinekonten bei den Firmen Skrill und Coinbase, um diese für weitere Straftaten zu nutzen. Für die Konteneröffnungen hatten die Täter die 59-Jährige dazu gebracht, ein Foto mit ihrem Personalausweis zu machen. Nun ermittelt der Zentrale Kriminaldienst gegen die unbekannten Täter wegen Betrugs. /now, ahm
Damit nicht weitere Bürger auf die neue Masche der falschen Microsoft-Mitarbeiter reinfallen, gibt die Polizei Hannover folgende Tipps:
   - Erhalten Sie einen angeblichen Anruf eines 
     Microsoft-Mitarbeiters: legen Sie auf! Falls möglich, notieren 
     Sie bitte die Rufnummer und teilen Sie uns diese mit. 
   - Lassen Sie sich auf keinen Fall darauf ein, Fremdsoftware zu 
     installieren oder die Fernwartung auf das Endgerät freizugeben, 
     auch wenn die Täter drohen, die Windows-Version zu löschen o.ä. 
   - Wer auf Drängen der Betrüger doch Software installiert hat, 
     sollte das Gerät vom Netz nehmen, die installierte Software 
     beseitigen (lassen) und alle Passwörter ändern - vor allem die 
     Daten fürs Online-Banking, Online-Shops und den eigenen 
     E-Mail-Account. 
   - Sprechen Sie im Falle, dass Sie Geschädigte eines solchen 
     Betrugs geworden sind, Ihre Bank an, um einen finanziellen 
     Schaden möglicherweise noch zu vermeiden. 
   - Melden Sie den Anruf auf jeden Fall der Polizei. Informieren Sie
     Familie, Freunde und Nachbarn und schützen Sie sie so. Wer die 
     Masche kennt, fällt nicht so leicht darauf rein. 

Sonntag, 7. Juli 2019

Zeugen Jehovas

Kongress als Heiratsmarkt?
(K)ein Plus für Expertin der "Neuen Presse"
Auf dem jährlichen „Kongreß“ der berüchtigten Psychosekte Zeugen Jehovas gab es einen Störfall – eine kleine Gruppe Aussteiger hatte vor dem Kongreßgelände einen Infostand aufgebaut.
Schreibt sie im Jahre 2007 und lädt bei Youtube ein Video hoch. Damals hat sie sich noch als Chefin einer so genannten „Mobbingzentrale“ in Hamburg ausgegeben über die mir später nichts Gutes berichtet wurde.
Heute bekommt sie online bei der „Neuen Presse“ ein Plus als angebliche Expertin in Sachen Zeugen Jehovas.

Montag, 1. Juli 2019

Zu früh umgeblättert

Ist er zu allem fähig?
Die Giftpfeile von Doris und Boris

In diesen Tagen muss man die "Neue Presse" aus Hannover nur zu früh umblättern-schon liest man die richtige Schlagzeile zum falschen Artikel. Die richtige Schlagzeile steht auf Seite 4 und lautet "Das letzte Aufbäumen gegen das Ende" (Das falsche Thema: Die letzten Tage der DDR und der Versuch von Oppositionellen, die DDR doch noch zu retten.), der richtige Artikel zu dieser Schlagzeile steht auf Seite 7, erörtert wird die Frage, ob der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius für das Amt des SPD-Vorsitzenden kandidiert.

Gemein sein scheint der 59-Jährige von seiner Freundin Doris Schröder-Köpf gelernt zu haben, während Doris Giftpfeile in Richtung fünfte Ehefrau ihres Ex-Mannes Gerhard Schröder abschießt, schießt sich Boris schon einmal auf Kandidatinnen und Kandidaten ein, die sich noch gar nicht beworben haben. Dabei denkt er natürlich nur an die SPD, für die will er das Beste, die Besten, den Besten, wenn nötig, dann am besten sich selbst.

Keinesfalls am besten für die SPD sind nach seiner Meinung Gesine Schwan und Kevin Kühnert. Sollten die Professorin und der Juso-Chef kandidieren, würde Boris Pistorius sich "überlegen, auch anzutreten". Nach diesem Tritt gegen das Schienbein ist Kevin Kühnert über Nacht gealtert. Seit heute ist er nicht mehr 29, sondern 30. Gesine Schwan dagegen kann gar nicht mehr über Nacht altern. Sie ist bereits 76.

Fällt ihnen bei Boris und Doris etwas auf? Genau. Die Vornamen und die Giftsorten unterscheiden sich nur unerheblich.

Montag, 24. Juni 2019

Fridays for Future

Sie wollen Taten sehen. 
Kongress endet mit Groß-Demo

Hannover. "Die Klimapolitik in Niedersachsen und Bremen muss sich radikal ändern." Unter diesem Motto steht vom 3. bis 5. Juli ein Treffen von 55 Ortsgruppen der Initiative "Fridays for future" in Hannover. Zum Programm gehören Workshops, Vorträge und Diskussionen.

"Besonders groß" soll der 5. Juli werden. Dann soll auf dem Opernplatz eine Demonstration stattfinden, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen mit Bussen und Bahnen aus allen Teilen von Niedersachsen und Bremen an. Los geht es um 15 Uhr. 

Dazu die Organisatorinnen und Organisatoren: "Gemeinsam können wir zeigen, dass die Politik handeln muss und Klimapolitik nichts ist, worum man sich erst in ein paar Jahren kümmern kann."

Weitere Informationen

Montag, 17. Juni 2019

Hilfe zur Selbsthilfe

Fünf Millionen lesen Straßenzeitungen

 Hannover. Seit 25 Jahren bietet die Straßenzeitung "Asphalt" aus Hannover Hilfe zur Selbsthilfe für Wohnungslose und bedürftige Menschen in ganz Niedersachsen. Das Modell der Straßenzeitungen gibt es aktuell in 35 Ländern der Welt, gemeinsam helfen sie rund 21.000 Wohnungslosen und erreichen regelmäßig fünf Millionen Leserinnen und Leser weltweit. 


Die gut 100 größten Straßenzeitungen sind im International Network of Streetpapers (INSP) organisiert, der sich ebenfalls vor 25 Jahren gegründet hat. Anlässlich des Doppeljubiläums tagt der jährliche Weltkongress, der "Global Street Paper Summit", vom 17. bis 20. Juni im Haus der Region in Hannover. 


Das Land Niedersachsen und die Region Hannover fördern den Kongress mit jeweils 20.000 Euro, die Stadt Hannover mit 10.000 Euro. 


"Mit dem Verkauf von Straßenzeitungen verdienen sich die Verkäuferinnen und Verkäufer eigenes Geld dazu. Aber genauso wichtig für sie ist es, mit den Menschen auf Augenhöhe in Kontakt zu kommen", so Dr. Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Die Straßenzeitungen sind sozialpolitische Sprachrohre unserer Gesellschaft, die an den wichtigen Themen dranbleiben und sich für Gerechtigkeit engagieren. Wir freuen uns, die Kongressteilnehmer bei uns im Haus zu begrüßen."




"Seit einem Vierteljahrhundert gehört ´Asphalt´ fest zum sozialen Gefüge in Hannover - genauso wie die Verkäuferinnen und Verkäufer zum Stadtbild. Und viele Menschen erwarten das Blatt mit Spannung. Fotos und Reportagen aus der Sicht von Wohnungslosen, mit besonderem Blick auf ihre Situation - das erweitert den Horizont der Lesenden jeden Monat wieder," dankt Konstanze Beckedorf, Sozial- und Sportdezernentin der Landeshauptstadt Hannover, dem Redaktionsteam - stellvertretend für alle Straßenzeitungen.



"´Asphalt´ ist nicht nur eine Zeitung, sondern bietet den Verkaufenden auch viele soziale Leistungen, wie die Fahrradwerkstatt, Teilnahmen an kulturellen Ereignissen oder das Gesundheitsprogramm mit Kochkursen, Sport oder Entspannungskursen. Das macht einen Großteil der Straßenzeitungen aus - den Verkäuferinnen und Verkäufern verschiedene Wege der Hilfe zur Selbsthilfe an die Hand zu geben. Solch ein Kongress macht die Arbeit der Straßenzeitungen weltweit sichtbar. Wir freuen uns sehr, ihn in diesem Jahr auszurichten", sagt ´Asphalt´-Geschäftsführer Georg Rinke.



Ob aus Südafrika, Japan, Australien, Mexiko, Kroatien oder aus Schweden: Zum diesjährigen "Global Street Paper Summit" kommen rund 120 Redakteurinnen und Redakteure, Vertriebler und Geschäftsführerinnen der Mitgliedsmagazine aus der ganzen Welt nach Hannover, um gemeinsam nach noch besseren Wegen zur Hilfe für Obdach- und Wohnungslose zu suchen.