Freitag, 19. Juni 2020

Das Verbot

So hätte beinahe das
Cover der 2. Auflage
meiner Broschüre
ausgesehen. 
Amazon lehnt Corona-Tagebuch ab

Seit Beginn der Corona-Bewährungsprobe führe ich Tagebuch über das, was ich während meiner Radtouren erlebe, in den Zeitungen lese und nicht verstehe, stelle Fragen, die mir weder die Staatskanzlei noch die Stadt Burgwedel, in der ich wohne, beantworten. Doch meine Versuche, diese Eintragungen bei Amazon als Broschüre zu veröffentlichen, scheitern. Die erste Auflage aus April 2020 mit dem Titel "Viele Grüße. Dein Corona-Virus"  ist verboten worden, die zweite Auflage mit dem Titel "UnverDROSTEN durch die Corona-Krise" konnte ich gar nicht erst hochladen.

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Samstag, 6. Juni 2020

Auf der Sommerbühne

Blaue Kreise für den Mindestabstand.
Foto: Kerstin Schomburg
Durch schwarze Löcher und über den Zustand der Welt

Das Schauspiel Hannover, das Team Kultur der Region Hannover und die Hörregion bringen Musikalisches und Literarisches auf die Sommerbühne im Theaterhof.

Los geht es am 21. Juni um 21 Uhr mit "Im Sound der Sterne - Ein kosmischer Klangabend". Schauspielerin Denise M’Baye und Sounddesigner Malte Lahrmann öffnen die Ohren für die unendlichen Weiten und heben gemeinsam mit dem Publikum in galaktische Klangwelten ab, die von der Musikerin und Komponistin Carolina Eyck entworfen werden.  Zu den Hörreisenden gehört auch Dr. Benjamin Knispel vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik, der sich für den Sound von Schwarzen Löchern und interstellarem Plasma interessiert. 

Das Programm des Teams Kultur startet am Mittwoch, 1. Juli, um 20 Uhr mit dem Schauspieler Burghart Klaußner und der Lesung aus seinem Debüt-Roman "Vor dem Anfang": Fritz und Schultz haben den Krieg so gut wie überstanden, als sie den Auftrag erhalten, die Geldkasse ihrer Einheit ins Reichsluftfahrtministerium zu bringen. Nach Berlin-Mitte - einmal quer durch die zerschossene Stadt auf ihren klapprigen Fahrrädern. Doch Fritz will sich bis zu seinem Segelschiff am Wannsee durchschlagen und dort untertauchen, bis der Krieg vorbei ist. Burghart Klaußner, geboren in Berlin, hat die Max-Reinhardt-Schauspielschule besucht und spielte an zahlreichen deutschen Bühnen. Bekannt wurde er insbesondere für seine Darstellung des Pfarrers in Michael Hanekes "Das weiße Band" und eines entführten Managers in Hans Weingartners "Die fetten Jahre sind vorbei".

Am Freitag, 3. Juli, 20 Uhr, spielen die Klarinettistin Sharon Kam und Stephan Kiefer am Klavier Werke von Claude Debussy, Robert Schumann, Francis Poulenc, Niels Wilhelm Gade, Maurice Ravel, Gabriel Fauré und Fritz Kreisler.  Die in Hannover lebende und weltweit konzertierende Sharon Kam ist von der Klassik bis zur Moderne und auch im Jazz zuhause. Sie wurde bereits zweimal mit dem ECHO Klassik als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet. Stephan Kiefer macht internationale Konzertreisen als Solist bei großen Festivals und als Partner von Musikerkolleginnen und -kollegen. 

Als Rezitator kommt am Sonnabend, 4. Juli, um 20 Uhr ein guter Bekannter nach Hannover zurück, um sich ein weiteres Mal mit dem hannoverschen Philosophen und Publizisten Theodor Lessing (1872-1933) zu beschäftigen: Schauspieler Markus John, Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, ist durch seine Gastrollen am Schauspiel Hannover in guter Erinnerung. Nach "Maria Stuart" war er hier zuletzt in "Trutz" nach dem Roman von Christoph Hein zu sehen. Der in Hannover lebende Komponist, Dirigent und Cellist Thorsten Encke war bereits Partner von Markus John bei der im vergangenen Jahr aufgeführten literarisch-musikalischen Auseinandersetzung mit Theodor Lessings 1911 erschienener Schrift "Der Lärm - Eine Kampfschrift gegen die Geräusche unseres Lebens". Im Zentrum der Theaterhof-Lesung stehen Essays, die Theodor Lessing in den Jahren 1926 und 1928 in "Meine Tiere" und "Blumen" veröffentlicht hat. Diese literarischen Miniaturen - geistreiche, seelen- und humorvolle Tierporträts und Naturbeobachtungen - dienten Lessing als Ausgangspunkt für überraschende Reflektionen über den Menschen und den Zustand der Welt.

Karten sind nur telefonisch unter 0511/99991111 und online über Opens external link in new windowwww.schauspielhannover.de erhältlich.