Donnerstag, 9. August 2018

Keine Sonntagsreden

Niedersachsen soll Energieland Nummer 1 werden

"Wir wollen keine Sonntagsreden halten, wir wollen handeln." Sagt der niedersächsische Umweltminister Olaf Lies und setzt sich konkrete Klimaziele, die auch in ein Klimagesetz einfließen sollen. In einem Klima- und Energieprogramm soll ein Maßnahmenpaket geschnürt werden.  

"Schon heute könnten wir im eigenen Fuhrpark mehr Elektrofahrzeuge einsetzen. Der Anteil von Fahrzeugen mit alternativem Antrieben soll im Landesfuhrpark deutlich erhöht werden. Ziel sollte sein, bis 2022 mindestens 20 Prozent und bis 2030 im Zuge des weiteren technologischen Fortschritts mindestens 50 Prozent zu erreichen", so Lies. Ferner kündigte Lies an, sich für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur durch den Bund einzusetzen.

Als ein weiteres zentrales Thema für den Klimaschutz in Niedersachsen nannte Lies eine nachhaltige Wärmeversorgung. Hierfür sollen mit den Kommunen Projekte für eine strategische Umstellung der kommunalen Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien entwickelt und durchgeführt werden. Zudem setze er sich insgesamt weiter für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ein. Niedersachsen müsse vom Windenergieland Nummer 1 zum Energieland Nummer 1 werden. Themen wie die Speicherung, Power to gas in Niedersachsen sollen vorangetrieben werden.

"Die Energiewende muss endlich als Chance begriffen werden. Industrie folgt Energie. Wir können unsere Klimaschutzziele nur dann erreichen, wenn wir auch die Energiewende vorantreiben. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass der Ausbau der On- und Offshore-Windanlagen nicht ins Stocken gerät, ebenso wie der Netzausbau."

Minister Olaf Lies: "Das Klima ändert sich, machen wir uns nichts vor, die Datenlage ist eindeutig. Seit April jagt ein Hitzerekord den anderen. Wir haben den wärmsten April, den wärm
sten Mai und einen der wärmsten Juni und Juli-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881." 

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