Samstag, 30. Mai 2020

Junge Botschafter

In den USA die Schule besuchen

Region Hannover. Jedes Jahr fliegen 360 Schülerinnen und Schüler, außerdem junge Berufstätige über den großen Teich, gehen dort zur Schule oder machen ein Praktikum. Auch für das Schuljahr 2021/22 bietet Staatsminister Dr. Hendrik Hoppenstedt in der nördlichen Region Hannover wieder einen der Plätze an. Bewerbungsschluss ist am 11. September. 

"Die Stipendiaten vertreten die politischen Werte der Bundesrepublik, sind also eine Art junge Botschafter. Sie sollen aber auch umgekehrt die politischen und kulturellen Aspekte des Lebens in den USA kennenlernen", sagt Hoppenstedt. 

Willkommen sind Bewerbungen von Schülern aller Schularten zwischen 15 und 18,5 Jahren sowie von jungen Berufstätigen bis zu einem Alter von 24 Jahren. Weitere Informationen veröffentlicht der Deutsche Bundestag unter Opens external link in new windowwww.bundestag.de/ppp.

Sonntag, 10. Mai 2020

96 spielt nicht

Nicht einmal Fußball ohne Fans.
Foto: Heinz-Peter Tjaden
Dynamo Dresden muss zuhause bleiben

Für diesen Fan des 1. FC Köln ist die Sache klar: "Gier frisst Hirn."

"Es wird anderen Vereinen genauso gehen wie Dynamo Dresden.
14 Tage Quarantäne. Und was macht ihr Spezialisten von der dann? Bei euch geht es doch nur um Kohle. Gier frisst Hirn!"


Dennoch hat DFL-Chef Christian Seifert gestern Abend im "Aktuellen Sportstudio" an der Torwand dreimal getroffen. Einmal unten, zweimal oben. Nerven hat der Mann also.

Zwei Spieler von Dynamo Dresden sind positiv auf Corona getestet worden. Das Gesundheitsamt schickte die gesamte Mannschaft für 14 Tage in Quarantäne. Hannover 96 hat am 17. Mai also keinen Gegner. Ausgerechnet die Elf, in der es die ersten Corona-Fälle gegeben und die eine Quarantäne bereits hinter sich hat, wird von dem Virus wieder eingeholt.

Auf den Internet-Seiten der "Roten" heißt es bisher aber nur: "Hannover 96 wünscht den betroffenen Spielern günstige Verläufe und eine gute Besserung." Und Christian Seifert meint im "Aktuellen Sportstudio", es gehe ja nur um zwei Spiele, die Dresden irgendwann nachholen könne. 

Ist das noch ein sportlicher Wettbewerb, wenn nach den nächsten Corona-Fällen einige Mannschaften regelmäßig, andere nur noch hin und wieder spielen können? Lebt der Fußball nicht auch von der Spannung, die dadurch entsteht, dass ein Sieg genügen kann, um einen Sprung in der Tabelle zu machen, wenn die Konkurrenten patzen? Und wo bleibt der letzte Wille im Abstiegskampf, wenn eine Elf Punkte sammelt, ohne zu wissen, ob diese Punkte reichen, weil die Konkurrenten zuhause bleiben müssen?

Ist Fußball ohne Fans nicht schon Zumutung genug, sollen uns nun auch noch Schlagzeilen wie "Die Bayern zittern immer noch um Meisterschale. Dortmund setzt Aufholjagd im Januar fort" und "Diese Mannschaften können im Februar noch absteigen" zugemutet werden?

Die Entscheidung, wie lange der Ball rollt, liegt bei den Gesundheitsämtern nach jedem weiteren Corona-Fall. Bleiben die konsequent, geht der Pille bald die Luft aus.